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Politik, Recht und Gesellschaft

Männliche Initiation

Wann und wie wird ein Mann zum Mann? Diese Frage stellen sich viele Männer in unserer Leistungsgesellschaft. Die Initiation nach Richard Rohr beantwortet diese Fragen nicht nur, sie zeigt Männer mit einem kraftvollen Ritus den Weg.

Männliche Initiation

Männerpfade bietet eine Männerinitiation nach Richard Rohr an

Sex, Drugs und Rock´n´Roll – für viele Männer und weite Teile unserer westlichen Welt sieht so die Welt der Männer aus. Doch immer mehr Männer fragen sich: Was macht einen Mann zum Mann? Was macht echte Männlichkeit aus und wie unterscheidet sich positiv-aggressive Männlichkeit von übergriffiger männlicher Gewalt? Hier verwischen die Grenzen in unserer Leistungsgesellschaft. Denn wir haben das alte, traditionelle Wissen um die Notwendigkeit der männlichen Initiation vergessen. Die Folge: Orientierungslose Männer, die weder Ihren Familien noch der Gesellschaft Orientierung, Halt und Vorbild sein können. Gefangen in den Rollenklischees aus Werbung, Internet und Erziehung sind sie unfähig geworden, ihre Gefühle auszudrücken und ihren Glauben zu leben.
Vielen Männern fehlt der Zugang zu ihrem Innersten, zu ihrer archaisch-kriegerischen ebenso wie zu ihrer liebevollen Seite. Deshalb sind sie oftmals frustriert, wütend und/oder ängstlich. Beziehungen zu Söhnen, Partnerinnen und Partnern aber auch Freunden sind gestört oder zerbrechen. Um diese frustrierende und furchteinflößende Wirklichkeit aufzulösen und die Sehnsucht nach echter Männlichkeit und geistig-spiritueller Tiefe zu befriedigen, hat der deutschstämmige amerikanische Franziskanerpater Richard Rohr aus uralten Initiationsriten ein neues Initiationsritual für unsere Zeit entwickelt, das bis heute mehr als 3500 Männer aus 14 Ländern weltweit durchlebt haben. Für die Initiation muss jeder Mann bereit sein, sich völlig dem Ritual und seinen Prozessen hinzugeben. Auf diesem Weg von Tod, Leiden und Auferstehung kommt er auch mit seinen dunklen Seiten in Kontakt. Offenheit und Vertrauen sind die Basis für eine erfolgreiche Initiation.
Homepage von Männerpfade: http://maennerpfade.org/
Flyer zur Männerinitiation 2017: http://www.maennerpfade.org/images/text/flyer_ini17.pdf

Auch in Deutschland werden Männer mit der Initiation nach Richard Rohr in das Geheimnis und die Mysterien des Mannseins eingeweiht. Getragen wird dieser Prozess vom Team Männerpfade. Ehrenamtlich engagierten Männern aus ganz Deutschland ist es ein zentrales Anliegen, die Initiation nach Richard Rohr weiterzutragen. Männerpfade hat in Deutschland bereits vier Initiationen in den Jahren 2009 bis 2015 mit mehr als 300 Männern durchgeführt. Männerpfade ist seit 2012 Teil des Spirituellen Zentrums St. Martin e.V. in München. Die spirituellen und historischen Wurzeln liegen in M.A.L.Es (Men as Learners and Elders), der Männerarbeit des CAC (Center for Action and Contemplation), Albuquerque/New Mexico. Dieses Zentrum wurde 1986 durch den Franziskanerpater Richard Rohr gegründet. Seit 2012 führt der Verein Illuman die Männerarbeit von Richard Rohr fort.
Die nächste Männerinitiation nach Richard Rohr in Deutschland findet vom 30. August bis 03. September 2017 statt. Unterstützt wird die Veranstaltung von der evangelischen und katholischen Männerarbeit in Deutschland. Interessierte Männer können sich auch auf dem evangelischen Kirchentag in Berlin über diese Veranstaltung informieren (Markt der Möglichkeiten, Abteilung Spiritualität, Stand 1.1-K03). Weitere Informationen und der Bewerbungsbogen stehen im Internet unter http://www.maennerpfade.org

Kontakt
Männerpfade
Rainer Jaschek
Vorm Hammergässer Tor 13
55218 Ingelheim
0151 15023344
rainer.jaschek@maennerpfade.org
http://maennerpfade.org

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Werkzeug als Antwort auf Probleme der Forensik

Die Beweissicherung aus digitalen Geräten wird immer komplexer. Schutzmaßnahmen, Problemstellungen und darauffolgende Auswertung werden zur Herausforderung

Werkzeug als Antwort auf Probleme der Forensik

Abtastung von 30mu hohen Lötverbindungen unter hoher Auflösung in der Chip Forensik

In der digitalen Forensik werden spezielle Aufgaben immer komplexer. Die Arbeit mit verschiedenen Systemen wird immer wichtiger. Gleichzeitig spaltet sich die Aufgabenstellung in mehrere Teilbereiche.

Datenextraktion, Datenanreicherung und darauf folgende Auswertung sind nicht genug. Es müssen Daten aus der Vorratsspeicherung ausgewertet, mit Daten aus Drittquellen verglichen und in einen Gesamtbild eingereiht werden. Erfolgen Ermittlungen sogar über Landesgrenzen hinweg so müssen die Ermittler enger zusammenarbeiten, um grenzüberschreitende Kriminalität Einhalt zu gebieten.

Bereits in 2015 hat der Geschäftsführer der ACATO GmbH bei der Mobilfunkfachtagung des Bundeskriminalamts (BKA) Vorgehensweisen und verschiedene Mittel zur Beweissicherung aus beschädigten digitalen Beweisstücken anschaulich erläutert. Dabei ging es auch um die Risiken des Verfahrens, die durch entsprechende Arbeitsweisen weitestgehend minimiert werden müssen.

Seit dem hat sich immer wieder alle 6 Monate neues ergeben. Mittlerweile sind die eingesetzten Mittel noch erfolgreicher und zielgerichteter einsetzbar. Das wird jetzt durch das „Forensic Command Suite“ konsolidiert.

Das System verfügt neben dem Zugang zur wöchentlich aktualisierten Referenzdatenbank auch eine Vielzahl an speziellen Werkzeugen:
Der Teilbereich “ Wirtschaftskriminalität in Bezug auf Unternehmensbeteiligungen“ wird durch die Moduleinheit FIA abgedeckt. Das einst separate System ist seit 2011 kontinuierlich weiter entwickelt worden. Für die Internationalisierung wird es jetzt in mehrere Sprachen übersetzt und Stück um Stück für die Kunden bereitgestellt.

Im Bereich Datei- und Videomanipulation wird ein eigenes Modul auf Basis von realistischen Fällen an die Bedürfnisse der Ermittlung orientiert. Damit lassen sich große Mengen an Videos nach konfigurierbaren Regeln automatisiert prüfen und abweichende Stichproben noch gezielter untersuchen.
Im Bereich Ransomware ist das Unternehmen bereits mit einem zivilen Produkt am Markt, dass von Datenrettern in vielen Ländern verwendet wird. Die Laborversion von CryptCleaner wird in einigen Teilbereichen mit in dem Ransomware Modul des „Forensic Command Suite“ abgebildet.

Das „Forensic Command Suite“ wird nur an Behördenkunden und deren zugelassenen Unterstützungsorganisationen exklusiv bereitgestellt. Ein öffentlicher Verkauf ist nicht vorgesehen.

Die ACATO GmbH ist Hersteller von IT Forensik Lösungen und bietet dabei seinen Mandanten die Unterstützung bei der Bewältigung von Wirtschaftsdelikten. Die Forensik Spezialisten sind zertifizierte Experten (CFE, EnCase, DSB TÜV, CPA, etc.) mit mehrjähriger Berufserfahrung und diversen namhaften Mandanten.

Kontakt
ACATO GmbH
Christian Bartsch
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Rabattverträge Aus Fehlern muss man jetzt lernen!

Rabattverträge Aus Fehlern muss man jetzt lernen!

(Mynewsdesk) Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI) fordert die Krankenkassen auf, ihren Beitrag zur Erhöhung der Liefersicherheit und Vermeidung von Lieferengpässen zu leisten. „Dass ausgerechnet die AOK Baden-Württemberg, die federführend für die AOKen Rabattverträge koordiniert und DER Vorreiter bei Rabattverträgen ist, jetzt Forder-ungen zu weiteren Sanktionen aufstellt, ist absurd. Christopher Hermann sollte jetzt seine Hausaufgaben machen, statt planwirtschaftliche Maßnahmen wie eine vollständige Überwachung von Liefermengen versorgungskritischer Arzneimittel in der gesamten Lieferkette vom Hersteller über den Großhandel bis zu Apotheke zu fordern. Planwirtschaft hat noch nie funktioniert: Wir brauchen einen funktionierenden Markt!“, so Dr. Norbert Gerbsch, stv. Hauptgeschäftsführer des BPI.

Noch vor fünf Jahren feiert AOK-Chef Christopher Hermann sich und seine Rabattverträge als „Mittel einer effizienten Arzneimitteltherapie“. Jetzt folgt die Katerstimmung: Denn was die Krankenkassen durch Rabattverträge an Geld einsparen, bezahlen deren Versicherte mit höheren Risiken der Versorgungssicherheit. „Wir haben davor gewarnt, dass der Preisdruck eine Marktkonzentration provoziert. Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen hat diese Kassen-Politik in den vergangenen Jahren aus diesem Markt gedrängt. Andere haben ihr Produktportfolio reduzieren müssen“, so Dr. Norbert Gerbsch. Der BPI fordert seit langem eine grundlegende Reform der Rabattvertragspraxis zwischen Krankenkassen und Pharmaunternehmen. Gerbsch: „Das Risiko für Lieferengpässe wäre geringer, wenn es grundsätzlich erst Ausschreibungen für Arzneimittel geben darf, wenn mindestens vier Anbieter im Markt sind und zudem die Krankenkassen an mindestens drei Anbieter Zuschläge erteilen müssen, von denen mindestens einer den Standort seiner Produktionsstätte in der EU nachweisen muss.“

Das Risiko für Lieferengpässe steigt dagegen, wenn Krankenkassen sich aus Kostengründen nur an einen Hersteller binden. Kann dieser aus technischen Gründen nämlich einmal nicht oder nicht rechtzeitig liefern, bekommt der Patient in der Apotheke nicht mehr sein gewohntes Arzneimittel ausgehändigt. Kritisch wird es, wenn nicht mehr genügend Anbieter da sind, die einen Wirkstoff herstellen. Dann kann es sogar zu einem Versorgungsengpass kommen. Unberührt davon haben die Kassen bei den Verhandlungen die Sparschrauben auch in den letzten Jahren ordentlich angezogen: So erhielten sie bereits in 2016 mehr als 3,6 Milliarden Euro an Rabatten auf ihre Arzneimittelausgaben. Das waren rund 14 Prozent höhere Einsparungen als noch im Vorjahr. „Und nun wundert sich Herr Hermann darüber, dass die Anfälligkeit für Lieferengpässe steigt, fordert Reservehaltung und Mengenüberwachung und Sanktionen, statt zu seine Hausaufaufgaben zu machen und zu mehr Anbietervielfalt beizutragen“, so Gerbsch.

Der Gesetzgeber hat erkannt, dass Handlungsbedarf besteht – und reagiert: Mit dem Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz ist zumindest die Ausschreibungspolitik der Krankenkassen für Impfstoffe gestoppt worden. Den Vorschlag der Industrie im Pharmadialog, Rabattvertragsausschreibungen jenseits der Impfstoffe verpflichtend an mindestens drei Bieter zur vergeben, hat die Politik leider nicht aufgegriffen. HIER besteht Handlungsbedarf.

Hintergrund Lieferengpässe

Was sind die möglichen Gründe für Lieferengpässe? Lieferengpässe haben generell verschiedenste Ursachen, wie etwa Unterbrechungen in den Produktionsabläufen, der Abriss der Lieferung durch vorgelagerte Lieferanten, verursacht durch beispielsweise wenn befürchtet wird, das ein Wirkstoff verunreinigt sein könnte. Ein Grund für Lieferengpässe sind nämlich auch die hohen Sicherheitsstandards: Bei dem kleinsten Verdacht z. B. auf Verunreinigung wird aus Sicherheitsgründen die Produktion und Auslieferung angehalten. Hier greifen die vorbildlichen Mechanismen für die Qualitätssicherung. Patientensicherheit geht immer vor!

Was tut die Pharmaindustrie bei Lieferengpässen? Unternehmen melden mögliche Lieferprobleme bei den zuständigen Behörden. Unternehmen tun alles, um Lieferprobleme zu vermeiden und kurz zu halten – sie leben vom Liefern.

Gibt es ernstzunehmende Lieferengpässe?

Jedes nicht lieferbare Medikament ist ein ernstzunehmendes Problem. Nicht jeder Lieferengpass führt auch sofort zu einem Versorgungsengpass. Das Bundesinstitut für Arzneimittel (BfArM), erfasst Meldungen zu Lieferengpässen. Dort liegen derzeit 45 Meldungen zu betroffenen Zulassungen vor – bei insgesamt rund 100.000 Zulassungen. Lieferengpässe sind selten.

Was tut die Industrie zur Vermeidung von Lieferengpässen? Die Verpflichtung der pharmazeutische Industrie ist es, eine angemessene und kontinuierliche Bereitstellung der in Deutschland in den Verkehr gebrachten Arzneimittel sicherzustellen. Sollte den Unternehmen das einmal nicht gelingen und eine Arzneimittelproduktion muss vorübergehend oder endgültig einstellt werden, muss das angezeigt werden, damit sich die Versorgung darauf einstellen kann. Es drohen der Industrie empfindliche Bußgelder, wenn sie den Verpflichtungen mit Vertragspartnern wie den Krankenkassen nicht nachkommen.

Was tut die Kasse gegen Lieferengpässe? Allein im vergangenen Jahr haben 123 Krankenkassen 21.136 Rabattverträge für 15.942 Handelsformen mit 152 Pharmaherstellern abgeschlossen. Laut IMS Health erhöhte sich die Rabattquote unter den patentfreien Präparaten von 61 Prozent (2014) um zwei Prozentpunkte auf 63 Prozent (2015). Inzwischen werden rund 55 Prozent aller Packungen unter Rabattverträgen abgegeben. Zuschläge an mehrere Bieter sind nicht verpflichtend.

Ihr Ansprechpartner: Julia Richter (Pressesprecherin), Tel. 030/27909-131, jrichter@bpi.de

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V. (BPI)

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Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 240 Unternehmen mit ca. 73.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen

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Politik, Recht und Gesellschaft

Wie wird Twitter von Politikern während des Wahlkampfs genutzt?

Ob Spitzenkandidat oder Lokalpolitiker, Parteimitglied oder Bürgeraktivist – das soziale Netzwerk Twitter wird intensiv von den unterschiedlichsten politischen Akteuren genutzt. Das bei Studylab im GRIN Verlag erschienene Buch „Deutsche Bundespolitiker und Twitter. Authentische politische Kommunikation oder reiner Wahlkampf?“ geht der Frage nach, wie der Kurznachrichtendienst von bundesdeutschen Spitzenpolitikern während des Landtagswahlkampfes 2016 genutzt wurde.

Dialog anstatt Einbahnstraße – Soziale Online-Medien verändern die politische Kommunikation grundlegend im Vergleich zu den klassischen Massenmedien wie Fernsehen oder Radio. Der Kurznachrichtendienst Twitter ermöglicht eine direkte Kommunikation zwischen politischen Organisationen, Medien und Bürgern beziehungsweise potentiellen Wählern. Während des Wahlkampfs versuchen politische Akteure, möglichst viel Einfluss auf das Abstimmungsverhalten von Wählern zu nehmen. Doch über was twittern deutsche Bundespolitikern während eines Landtagswahlkampfs? Handelt es sich um authentische politische Kommunikation oder wird lediglich purer Wahlkampf mit plakativen Botschaften betrieben?

Digitaler Wahlkampf über Twitter?

Der Autor Frederik Ihl untersucht in seinem Buch „Deutsche Bundespolitiker und Twitter“ die Twitteraktivitäten von 30 ausgewählten Bundespolitikern während des Landtagswahlkampfs 2016. Dafür werden zunächst die Grundbegriffe „soziales Netzwerk“ sowie „politische Online-Kommunikation“ erklärt und die zentralen Eigenschaften Twitters dargestellt. Basis der Erhebung ist eine qualitative Inhaltsanalyse der Tweets aus dem dreiwöchigen Zeitraum. Die Ergebnisse zeigen, dass sich verschiedene Strategien und Typen von Politikern anhand ihrer Nutzungsweise unterscheiden lassen. Damit bietet das Buch einen Einblick in die moderne politische Kommunikation des 21. Jahrhunderts und richtet sich an Medienwissenschaftler sowie alle politisch Interessierten.

Das Buch ist im Mai 2017 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-960-95069-1).

Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/357320/

Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

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Politik, Recht und Gesellschaft

Bundesgerichtshof verlangt Ehrlichkeit bei Bestattungsvermittlung im Internet

Richtungsweisendes Urteil: Provisionsvereinbarungen müssen offengelegt werden

Bundesgerichtshof verlangt Ehrlichkeit bei Bestattungsvermittlung im Internet

Provisionsvermittlung

In kaum einem Geschäftsfeld sind Menschen in einer solch besonderen existenziellen Ausnahmesituation wie beim Tod eines nahen Verwandten und der Beauftragung einer Bestattung. Wer dann Preisvergleichsportale im Internet für Bestattungen konsultiert, erwartet zu Recht Transparenz und Seriosität. Jetzt hat der Bundesgerichtshof Verbrauchern den Rücken gestärkt und ein richtungsweisendes Urteil zum Bestattungspreisvergleich im Internet gefällt (Urteil vom 27. April 2017 – I ZR 55/16).

Nach der höchstrichterlichen Entscheidung müssen Nutzer von Vermittlungsportalen für Bestattungen darauf aufmerksam gemacht werden, wenn sie nicht sämtliche Anbieter, sondern nur ausgewählte Unternehmen berücksichtigen. Der Verbraucher rechne damit, dass er auf solchen Seiten einen schnellen Überblick über die Marktverhältnisse bekommt und dadurch ein preisgünstiges Angebot findet. Deshalb, so der BGH, ist es für die Entscheidung des Nutzers, ob und mit wem er einen Vertrag schließen möchte, maßgeblich, ob der Anbieter des Preisvergleichsportals vom anbietenden Bestattungsunternehmen im Fall des Vertragsschlusses eine Provision erhält. Die „wesentliche Information“ brauche der Nutzer, um eine „informierte geschäftliche Entscheidung“ treffen zu können.

Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs wurde bestätigt

Im konkreten Fall klagte der Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) gegen das Vergleichsportal Bestattungsvergleich.de (vormals funus.de). Hinterbliebene erhalten nach Eingabe gewünschter Leistungen verbindliche Angebote verschiedener Bestatter angezeigt. Dabei werden nur Anbieter berücksichtigt, die mit dem Betreiber des Portals für den Fall eines Vertragsabschlusses eine Provision von 15% oder 17,5% des Angebotspreises vereinbaren. Die Nutzer des Portals werden auf die Provisionsvereinbarung nicht hingewiesen. Das ist nach Auffassung des BDB intransparent und war der Anlass für die Klage. Nicht, weil es pietätlos ist, im Trauerfall Preise zu vergleichen, sondern weil das Angebot für den Verbraucher eher nutzlos, wenn nicht gar nachteilig und schädlich ist. Angehörige eines Trauerfalls brauchen eine nachvollziehbare, qualifizierte und ganz auf die Bedürfnisse der Trauernden abgestimmte individuelle Beratung.

Scheinbare repräsentative Bandbreite von Angeboten wird suggeriert

Die Information darüber, dass in einem Preisvergleichsportal nur Anbieter berücksichtigt werden, die sich für den Fall des Vertragsschlusses mit dem Nutzer zur Zahlung einer Provision an den Portalbetreiber verpflichtet haben, ist eine wesentliche Information im Sinne des § 5a Abs. 2 UWG, urteilten die Karlsruher Richter. Eine Information ist wesentlich, wenn sie nach den Umständen des Einzelfalles erwartet werden kann und ihr für die Entscheidung des Verbrauchers ein erhebliches Gewicht zukommt.

Preisvergleichsportale sollen Überblick über Marktverhältnisse geben

Der Verbraucher nutzt Preisvergleichsportale, um einen schnellen Überblick darüber zu erhalten, welche Anbieter es für ein bestimmtes Produkt gibt und welchen Preis der jeweilige Anbieter für das Produkt fordert. Dabei geht der Verbraucher nicht davon aus, dass in den Vergleich nur solche Anbieter einbezogen werden, die dem Betreiber des Portals im Falle des Vertragsabschlusses mit dem Nutzer eine Provision zahlen. Das bestätigt auch eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts Dimap im Oktober 2016. So war 77% der Bundesbürger nicht bekannt, dass die Vergleichsportale für Bestattungen Provisionen in Höhe von 12-20% vom beauftragten Bestatter abverlangen. Die Information einer Provision ist aber für den Verbraucher von erheblichem Interesse. Maßgebliche wirtschaftliche Interessen des Betreibers stehen der Information darüber, dass die gelisteten Anbieter dem Grund nach provisionspflichtig sind, nicht entgegen.

Notwendige Transparenz

Ab jetzt muss die Information über eine Provision dem Internet-Nutzer so erteilt werden, dass er sie klar und deutlich zur Kenntnis nehmen kann. Die Entscheidung des BGH steht ganz im Einklang mit den seit langem erhobenen Forderungen der deutschen Bestatter. Hinterbliebene sind transparent, verständlich und umfassend zu informieren. Gerade weil die Inanspruchnahme einer Bestattungsdienstleistung häufig aus einer emotional belastenden Lage heraus erfolgt und unter hohem Zeitdruck, sind besonders hohe Anforderungen an Ehrlichkeit und Verlässlichkeit zu stellen. Überdies verteuert die an den Verbraucher weitergegebene Provisionszahlung die Bestattung unnötig.

Kostenfreies Suchportal des BDB

Der Bundesverband Deutscher Bestatter als Standesvertretung etwa 80 % aller in Deutschland tätigen Bestattungsunternehmen beobachtet seit mehreren Jahren den problematischen Trend, Bestattungsdienstleistungen über provisionsorientierte Vermittlungsportale im Internet anzubieten und konnte schon 2013 gegen das Vermittlungsportal bestattungen.de in einem Rechtsstreit Erfolge erzielen.

Seit dem Jahr 2015 hat der Bundesverband Deutscher Bestatter ein provisionsfreies und für alle Seiten kostenfreies Suchportal auf der Webseite www.bestatter.de eingerichtet. Dort können Menschen nach Bestattungsunternehmen in ihrem persönlichen Umfeld suchen, die einzelnen angebotenen Serviceleistungen des Bestattungshauses anhand plausibler Piktogramme direkt einsehen und ohne Vermittler Kontakt mit ihrem Bestatter aufnehmen.

Pressekontakt:
Bundesverband Deutscher Bestatter e. V.
Volmerswerther Str. 79
40221 Düsseldorf
Telefon: ++49 (0)211 / 16 00 8 – 10
Fax: ++49 (0)211 / 16 00 8 – 60

Ansprechpartner:
Stephan Neuser, Generalsekretär – Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Antje Bisping, Justiziarin – Bundesverband Deutscher Bestatter e.V.
Oliver Wirthmann, Geschäftsführer – Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V.
E-Mail: info@bestatter.de
www.bestatter.de

1948 gründeten die deutschen Bestatter den Bundesverband Deutscher Bestatter e. V., der heute aus 16 Landesverbänden und -innungen der Bundesländer besteht. Aus einem kleinen Berufsverband haben sich bis heute mehrere Organisationen entwickelt, die ihren Mitgliedern, den Trauernden und Bestattungsvorsorgenden eine große Bandbreite von Serviceleistungen anbieten.

Dem BDB ist es gelungen, die Berufsausbildung von der Bestattungsfachkraft über den Bestattermeister bis hin zu fachspezifischen Zusatzqualifikationen zu professionalisieren und qualitativ auf ein hohes Niveau zu heben. Der BDB setzt sich dafür ein, dass die Interessen der Bestatter in Politik, Rechtsprechung und Verwaltung Gehör finden. Mit dem Kuratorium Deutsche Bestattungskultur e. V. und der Deutschen Bestattungsvorsorge Treuhand AG können Menschen zwei verschiedene Vorsorgemodelle zur finanziellen Absicherung der Bestattungskosten wählen: die Sterbegeldversicherung oder die Eröffnung eines Treuhandkontos. Mit dem Markenzeichen zertifiziert der BDB Bestatter, die ihr garantiertes Qualitätsversprechen auch dokumentieren können und hohe persönliche, fachliche und betriebliche Anforderungen bei der Beratung und Durchführung von Bestattungsdienstleistungen erfüllen. Auf europäischer und internationaler Ebene ist der BDB in der europäischen Bestattervereinigung EFFS und der FIAT-IFTA als Weltorganisation für alle Interessen und Belange der Bestatter auf globaler Ebene aktiv. Der BDB – Maßstab für die Bestattungsbranche in Deutschland!

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Datenschutz ist nicht nur für Kunden wichtig

Es reicht nicht, dass eine Festplatte defekt ist. Reisswolf Bayern GmbH schreddert Festplatten für ACATO hochprofessionell

Datenschutz ist nicht nur für Kunden wichtig

Datenrettung einer Festplatte im cleanroom

Bei der Datenrettung werden häufig Datenträger ausgelesen, nachdem sie einen technischen Schaden erlitten hatten. Wenn eine Festplatte heruntergefallen ist, kann sie nur durch Arbeiten im Reinraum ausgelesen werden. Der Kunde freut sich wenn seine Daten auf einer neuen USB Festplatte zurückbekommt.

Manche Kunden wollen ihre defekten Festplatten mit der Datensicherung zurückhaben. Anschließend kann man manchmal feststellen, dass diese in eBay oder in anderen Handelskanälen landen. Andere Kunden werfen die Festplatte einfach in den Hausmüll.

Dem Kunden ist der Datenschutz wohl nicht so wichtig? Hauptsache er weiß was er mit der defekten Festplatte hinterher gemacht hat? Das ist ja nicht gerade datenschutzkonform noch umweltfreundlich.

Unternehmen können sich aber diese Gleichgültigkeit nicht leisten. Datensicherheit fängt beim Virenschutz und leistungsfähigen Firewalls. Was bringt es aber, wenn das Unternehmen sich von intakten oder defekten Festplatten einfach ohne Datensicherheit entledigt?
Die in 2018 kommende EU Regelung zum Datenschutz ist deutlich strenger als der BDSG. Die Datenschutzämter werden deutlich gestärkt und können viel schneller Vergehen ahnden. Die Zeiten einer Betriebsprüfung in 30 Jahren sind ab 2018 vorbei. Das Risiko für Dienstleister und Hersteller steigt.
Manche Unternehmen argumentieren, die Festplatte sei sowieso defekt oder ein Totalverlust und daher müsse man sich nicht um die Vorgaben des BDSG oder des EU-DSGVO kümmern.

Die Firma ACATO GmbH nimmt den Datenschutz ernst. Auch der Umweltschutz ist dabei nicht zu vernachlässigen.
Daher werden alle Festplatten die durch das Recycling Verfahren durchlaufen sind, für eine professionelle und datenschutzkonforme Vernichtung vorbereitet. Das gleiche gilt aber auch für die defekten Festplatten von Kunden. Meist lassen sich dort nur 1-2 Bauteile wieder verwenden. Im Anschluss spielt es keine Rolle ob der Datenträger defekt oder nicht rettbar ist, denn das Gesetz schreibt eine datenschutzkonforme Vernichtung vor.
Daher hat die ACATO GmbH mit der Reisswolf Bayern GmbH einen idealen Partner gefunden, um die Festplatten nach einem noch höheren Standard und umweltfreundlich zu vernichten. Dadurch werden bereits in 2017 die Richtlinien der EU Datenschutz Grundverordnung und neuen Vorgaben der Geschäfts-/Behördenkunden eingehalten.

Regelmäßig transportiert Reisswolf mit seinen eigenen gesicherten Fahrzeugen die verschlossenen Container zur Vernichtungsanlage in Garching. Nach Einwurf der Festplatten in den Container kann weder ein Mitarbeiter der ACATO GmbH noch ein Reisswolf Mitarbeiter den Behälter öffnen, um die Festplatte wieder zu entnehmen. Damit werden auch die Anforderungen des BSI an eine sichere Entsorgung und Datenträgervernichtung erfüllt. Zudem entspricht dies den Vorgaben des BDSG wonach der Zutritt und Zugang zu den zu vernichtenden Objekten mit geregelten Maßnahmen für Unbefugte unterbunden wird.
Müssen Kunden nach einer Datenrettung kosten für die Entsorgung tragen? Nein, die Entsorgung gehört zu den Grundfunktionen eines Unternehmensbetriebs dazu, wie etwa die Buchhaltung oder das regelmäßige überprüfen der Feuerlöschanlage. Schließlich müssen ja auch die Belege mit personenbezogenen Informationen ebenfalls für den Endkunden kostenfrei geschreddert werden.
Lohnt sich das recyceln von Festplatten in der Datenrettung überhaupt? Es ist ein Anspruch an Unternehmen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung zu stellen. Wer seine Festplatte für ein Recycling bei der ACATO spendet, der leistet auch seinen Betrag zum Umweltschutz.

Die Festplatten werden geprüft, soweit möglich gelöscht, ausgeschlachtet und dann landet alles was nicht für künftige Datenrettungen benötigt wird im Schredder. Dadurch wird es möglich auch Menschen mit geringerem Einkommen eine Datenrettung zu ermöglichen. Natürlich gibt es signifikante Unterscheide zwischen neuwertigen Ersatzteilen und gebrauchten Ersatzteilen. Gebrauchte Teile haben ein 70% höheres Ausfallrisiko, dafür sind die Teile aber deutlich günstiger. Fällt das gebrauchte Ersatzteil aus so wird es mit dem nächsten gebrauchten Ersatzteil ersetzt.
Neuwertige Ersatzteile haben eine deutlich höhere Überlebenschance in der Datenrettung. Das ist gerade für dringliche Fälle von entscheidender Bedeutung, da hierdurch weniger zeitraubende Unterbrechungen eintreten können.

Dennoch ist das Recyceln der Festplatten zeitaufwendig für das Labor. Leider sind meist nur 20% der eingehenden Festplatten als Organspender geeignet. Das liegt an beschädigten Köpfen, Kontamination oder defekter Elektronik. Diese Totalschäden müssen dann direkt in den Schredder gehen.

Die ACATO GmbH bietet eigene Produkte und Dienstleistungen für die Branchen Audit, Compliance und Forensik an. Sie verfügt über einen eigenen Reinraum und Flashlabor (bekannt aus Galileo 2012/2013 TV-Sendungen). Daher beauftragen auch Behörden (Zollfahndung, Militär) und internationale Wirtschaftsprüfer die ACATO GmbH mit Beweissicherungen aus beschädigten Datenträgern.

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ARAG Verbrauchertipps

Waren-Rücksendung/Stromvertrag/Sachzuwendungen

ARAG Verbrauchertipps

Briefpost zurück an Empfänger: Wer zahlt?
Wir alle kennen das: Obwohl alle Angaben richtig und Name sowie Adresse des Empfängers klar leserlich sind, flattert der Brief ins Haus zurück. Und man hat keine Ahnung, wieso. War der Postbote neu? Standen keine Namen an den Briefkästen oder gab es womöglich gar keine? Da Mitarbeiter der Deutschen Post Briefe in unklaren Fällen nicht auf Verdacht zustellen dürfen, wird die Post in solchen Fällen an den Absender zurückgeschickt. Es bleibt nur der erneute Versand. Doch wer zahlt für das Porto, wenn der Fehler offenbar nicht beim Absender liegt? ARAG Experten raten Verbrauchern, sich in solchen Fällen an den Kundenservice des Dienstleisters zu wenden. Trifft den Absender keine Schuld, kommt dieser dann für die erneute Frankierung auf.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Teure Prämienversprechen an Stromkunden
Stromkunden wird der Wechsel zu einem anderen Energielieferanten oft mit Prämien oder Vergünstigungen schmackhaft gemacht. Abos für Pay-TV-Sender, Frauenzeitschriften oder Versicherungen – die Auswahl an Prämien ist groß. Doch ARAG Experten warnen vor allzu viel Gutgläubigkeit bezüglich solcher Versprechen. Wechselwillige Kunden sollten auf das Kleingedruckte achten, denn manchmal sind diese Prämien nur im ersten Jahr kostenfrei und vom zweiten Jahr an mit Zusatzkosten verbunden, die den Wechsel oder den gewählten Stromtarif unter dem Strich vergleichsweise teurer machen.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

Kritisches Terrain: Sachzuwendungen an Mitarbeiter
ARAG-Experten weisen darauf hin, dass Sachzuwendungen an Mitarbeiter die Freigrenze von 44 Euro monatlich nicht übersteigen dürfen. Handelt es sich bei diesen Zuwendungen um Versandware, müssen laut Finanzgericht Baden-Württemberg auch Versand- und Verpackungsgebühren in diese Freigrenze einbezogen werden. In einem konkreten Fall durften sich verdiente Mitarbeiter bei einer Fremdfirma Waren für den Haushalt im Wert von maximal 44 Euro brutto bestellen. Die Versand- und Handlingskosten von gut sieben Euro brutto kamen hinzu. Bei einer Lohnsteueraußenprüfung stolperte das Finanzamt über diese Beträge und machte nicht einbehaltene und abgeführte Lohnsteuer geltend. Zu Recht, denn zu den Anschaffungskosten einer Sachzuwendung und dem damit gewährten Vorteil gehören auch Nebenkosten wie Versand oder Transport (Az.: 10 K 2128/14, Revision beim Bundesfinanzhof anhängig).

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Weitere wertvolle Tipps finden Sie unter:
https://www.arag.com/german/newsroom/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Positionen ein. Mit 3.800 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,7 Milliarden EUR.

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Kündigung des Arbeitsverhältnisses und die vorherige Abmahnung

Kündigung des Arbeitsverhältnisses und die vorherige Abmahnung

Kündigung des Arbeitsverhältnisses und die vorherige Abmahnung

Die Abmahnung spielt im Arbeitsrecht eine wesentliche Rolle. Oft ist sie Voraussetzung für eine wirksame Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber.

Eine vorherige Abmahnung ist in der Regel dann nötig, wenn das Arbeitsverhältnis aufgrund von Fehlverhalten des Arbeitnehmers ausgesprochen werden soll, es sich also um eine verhaltensbedingte Kündigung handelt. Allerdings muss eine Abmahnung bestimmte Kriterien erfüllen, wenn sie auch im rechtlichen Sinn als Abmahnung gewertet werden soll, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte. Eine bloße Rüge des Arbeitnehmers reicht dazu nicht aus.

Eine Abmahnung muss das Fehlverhalten des Arbeitnehmers konkret benennen. Pauschale Aussagen wie der Arbeitnehmer verstößt gegen seine arbeitsvertraglichen Pflichten reichen nicht aus. Vielmehr muss das abgemahnte Verhalten genau beschrieben werden. Wenn der Arbeitnehmer beispielsweise häufig zu spät am Arbeitsplatz erscheint, muss der Arbeitgeber dieses Fehlverhalten konkret mit Datum und Uhrzeit benennen können. Ebenso muss der Arbeitgeber das Fehlverhalten deutlich als Verstoß gegen den Arbeitsvertrag rügen und klarmachen, dass er dieses Verhalten nicht weiter dulden wird und es zur Kündigung kommen kann, wenn der Arbeitnehmer sein Verhalten künftig nicht ändert. Die Abmahnung muss also gleichzeitig ein Hinweis auf das Fehlverhalten als auch eine Warnung an den Arbeitnehmer sein, dass arbeitsrechtliche Konsequenzen drohen können.

Zudem sollten sich Arbeitgeber darüber im Klaren sein, dass ein Verzicht auf eine Abmahnung des Fehlverhaltens auch als eine stillschweigende Duldung des Verhaltens und in der Konsequenz als eine Änderung des Arbeitsvertrags interpretiert werden kann.

Die Abmahnung soll dem Arbeitnehmer die Möglichkeit geben, sein Verhalten zu ändern und sein Arbeitsverhältnis nicht zu gefährden. Die Geduld des Arbeitgebers muss dabei aber nicht endlos sein. Er ist nicht gezwungen, mehrfach abzumahnen, bevor er die Kündigung aus verhaltensbedingten Gründen ausspricht. Dabei ist aber zu beachten, dass der Kündigungsgrund dem Grund der Abmahnung entsprechen muss. Ansonsten ist die Abmahnung nicht relevant.

Bei betriebsbedingten oder personenbedingten Kündigungen ist eine vorherige Abmahnung in der Regel nicht notwendig, da dann auch kein Fehlverhalten des Arbeitnehmers vorliegt.

Im Arbeitsrecht erfahrene Rechtsanwälte beraten Arbeitgeber in Fragen rund um die Abmahnung, Kündigung und anderen rechtlichen Themen.

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GRP Rainer Rechtsanwälte ist eine internationale, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät. An den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart und London berät die Kanzlei insbesondere im gesamten Wirtschaftsrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht sowie im Kapitalmarktrecht und Bankrecht. Zu den Mandanten gehören nationale und internationale Unternehmen und Gesellschaften, institutionelle Anleger und Privatpersonen.

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Politik, Recht und Gesellschaft

Abfindung bei Kündigung wegen Krankheit des Arbeitnehmers

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen:

Abfindung bei Kündigung wegen Krankheit des Arbeitnehmers

Arbeitsrecht

Viele Arbeitnehmer sind im Fall einer Kündigung nicht mehr daran interessiert, für den Arbeitgeber tätig zu werden, wollen aber zumindest an eine Abfindung kommen. Das gilt auch dann, wenn die Kündigung im Zusammenhang mit einer Krankheit des Arbeitnehmers ergeht. Besteht ein Anspruch auf eine Abfindung im Fall einer Kündigung wegen Krankheit?

Kündigungsgrund für Frage der Abfindung nicht entscheidend

Für die Frage, ob der Arbeitnehmer an eine Abfindung kommt, ist der Kündigungsgrund des Arbeitgebers in der Regel nicht entscheidend. Maßgeblich ist vielmehr, ob das Kündigungsschutzgesetz anwendbar ist. Dies ist der Fall, wenn das Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate besteht und der Arbeitgeber regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigt. Auszubilden zählen in diesem Zusammenhang nicht mit. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, sind Arbeitnehmer in der Lage und nahezu immer auch gut beraten, die Kündigung im Wege der Kündigungsschutzklage anzugreifen.

Kündigung wegen Krankheit für Arbeitgeber schwierig

Hintergrund ist, dass es Arbeitgeber schwer haben, eine Kündigung wegen einer Erkrankung des Arbeitnehmers wirksam umzusetzen. Hier können viele Fehler passieren, der Arbeitgeber ist deshalb regelmäßig sehr geneigt, sich vor Gericht im Wege eines Vergleichs zu einigen. Um das Risiko zu vermeiden, den Arbeitnehmer zurücknehmen und ihm rückwirkend Gehalt zahlen zu müssen, wird er deshalb auch zur Zahlung einer entsprechend hohen Abfindung bereit sein.

Abfindungshöhe bei Kündigung wegen Krankheit

Man bekommt immer wieder mit, dass sich die Höhe der Abfindung bei den Arbeitsgerichten nach einem Regelsatz richte. Solche Regelsätze sind lieb gewonnene Modelle zur Streitschlichtung durch die Arbeitsrichter, in der Sache aber völlig untauglich. Der übliche Regelsatz beträgt ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Tatsächlich wird die Höhe der Abfindung aber vor allen Dingen durch das Interesse des Arbeitgebers an einem für ihn günstigen Ausgang des Verfahrens bestimmt. Je schlechter die Karten des Arbeitgebers und je dringender der Wunsch des Arbeitgebers, den Arbeitnehmer loszuwerden, umso höher wird das Angebot der Abfindung sein. Die Höhe der Abfindung kann also gut und gerne mehrere Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr betragen und ist Verhandlungssache.

Warum müssen Sie bei Erhalt einer Kündigung schnell sein

Die meisten Arbeitnehmer kennen die Dreiwochenfrist für die Erhebung der Kündigungsschutzklage. Viele wissen allerdings nicht, dass eine Kündigung unter Umständen auch zurückgewiesen werden kann. Dies kann nur unverzüglich (innerhalb weniger Tage nach Erhalt) geschehen.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag?

Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können

Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträge, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Wer wir sind

Die Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht Volker Dineiger und Alexander Bredereck sind seit vielen Jahren schwerpunktmäßig im Bereich Kündigungsschutz tätig. Gemeinsam haben sie das Handbuchs Arbeitsrecht der Stiftung Warentest verfasst. Auf dem YouTube-Kanal Fernsehanwalt werden ständig aktuelle Rechtsprobleme aus dem Alltag vorgestellt und dazu praxisnahe Lösungen präsentiert.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht

Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter nebenstehender Telefonnummer oder unsere Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

20.4.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Politik, Recht und Gesellschaft

Mischpreis nicht geregelt – Politik riskiert Versorgungsdefizite

Mischpreis nicht geregelt - Politik riskiert Versorgungsdefizite

(Mynewsdesk) Bis zuletzt hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) an die Vernunft der Politik appelliert, sich eindeutig zur Wirtschaftlichkeit des Mischpreises für AMNOG-Arzneimittel zu bekennen, bei denen bestimmten Patientengruppen ein Zusatznutzen zuerkannt wurde und anderen nicht. Das LSG Berlin-Brandenburg hatte dies kürzlich in einer Eilentscheidung verneint. Bei der gestrigen Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages zum Blut- und Gewebe-Gesetz verpassten die Akteure die Chance, hier Rechtssicherheit bei der Verordnung zu schaffen. BPI-Vorstandsvorsitzender Dr. Martin Zentgraf: „Es ist fahrlässig, den Zugang zu innovativen Arzneimitteln sehenden Auges zu gefährden. Jetzt ist das Parlament gefordert!“

Das Blut- und Gewebe-Gesetz ist formal die letzte Möglichkeit, in dieser Legislatur noch richtigzustellen, dass der verhandelte oder durch Schiedsspruch festgelegte Erstattungsbetrag für neue Arzneimittel auch bei Bildung von sogenannten Mischpreisen über das gesamte zugelassene Indikationsgebiet wirtschaftlich ist. „Nur mit dieser rechtlichen Klarstellung können negative Auswirkungen des LSG Beschlusses auf laufende Preisverhandlungen und das Verordnungsverhalten verhindert werden“, mahnt Dr. Martin Zentgraf.

Die sich in der gestrigen Anhörung offenbarende Entscheidungsunlust der Politik könnten Patienten und Ärzte empfindlich zu spüren bekommen. Der BPI hat ausgerechnet: Rund ein Fünftel aller im AMNOG-Verfahren bewerteten Arzneimittel wären von dem Beschluss des Landessozialgerichts betroffen. Bei diesen Arzneimitteln könnte sich der Arzt bei etwa jedem dritten Patienten nicht mehr sicher in seiner Verordnungsentscheidung sein. Zentgraf: „Damit wäre die ärztliche Therapiefreiheit massiv eingeschränkt. Erst recht, wenn man bedenkt, dass „ohne Zusatznutzen“ eben nicht bedeutet, dass es keinen Nutzen für die Patienten gibt.“ Zentgraf verweist damit auf die Tatsache, dass in rund 71 Prozent der Fälle die Beurteilung „ohne Zusatznutzen“ bedeutet, dass man den Zusatznutzen noch nicht beurteilen konnte, da die vorgelegten Daten aus Sicht des bewertenden Instituts nicht ausreichend waren und daher gar nicht berücksichtigt wurden.

Nun ist es am Gesetzgeber klarzustellen, dass der verhandelte oder durch Schiedsspruch festgelegte Erstattungsbetrag auch bei Bildung von Mischpreisen über das gesamte zugelassene Indikationsgebiet wirtschaftlich ist. „Anderenfalls werden in Deutschland den Patienten bald eine Mehrzahl von neuen Präparaten nicht mehr zur Verfügung stehen“, warnt der BPI-Vorsitzende.

Ihr Ansprechpartner: Julia Richter, Tel. 030/27909-131, jrichter@bpi.de

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