Category Archives: Politik, Recht und Gesellschaft

Politik, Recht und Gesellschaft

Hilfe, ich verstehe meinen Arzt nicht Studie verweist auf Hörprobleme und medizinische Irrtümer

Hilfe, ich verstehe meinen Arzt nicht  Studie verweist auf Hörprobleme und medizinische Irrtümer

(Mynewsdesk) FGH, 2017. Wissenschaftler der Universität Cork in Irland sind der Frage nachgegangen, inwieweit Hörprobleme vor allem älterer Patienten die Kommunikation mit Ärzten und Pflegepersonal beeinträchtigen können. Ergebnis: Durch Hörverluste kommt es häufiger zu Missverständnissen vor allem bei krankheits- und therapierelevanten Informationen.

Die Erhebung bei 100 Patienten im mittleren Alter von 73 Jahren an der Universitätsklinik Cork (Irland) hat zum einen die geschätzte Häufigkeit von Schwerhörigkeit in der Altersgruppe bestätigt. Denn nur 41 von 100 Befragten waren nicht oder nur geringfügig beeinträchtigt. 43 Personen gaben außerdem an, beim Hausarzt oder in der Klinik Ärzte oder Krankenschwestern falsch verstanden zu haben. Die Missverständnisse beruhten auf allgemeinen Hörproblemen (29%), dem Abbruch des Gesprächs (27%), der Geräuschkulisse (10,5%) und der Aussprache (10%), wobei Mehrfachnennungen möglich waren.

Diese Erkenntnisse machen Bereiche deutlich, die von Ärzten und medizinischem Personal beachtet werden müssen, um das gegenseitige Verständnis sicherzustellen und Irrtümer oder Fehldiagnosen durch Kommunikationsfehler zu vermeiden. Neben verständlicher und deutlicher Sprache sollte vom medizinischen Personal immer auch berücksichtigt werden, dass Patienten unter Umständen nicht mehr einwandfrei hören und deshalb nicht selbstverständlich alles verstehen.

Den Betroffenen selbst muss dieser Umstand nicht zwangsläufig bewusst sein, da Schwerhörigkeit sich oftmals langsam und unbemerkt entwickelt. Man hört zwar noch alles laut genug, aber die Sprachverständlichkeit nimmt ab, was besonders auf seltene Fachausdrücke und Fremdworte zutrifft. Auch ein Mundschutz beim medizinischen Personal kann die Verständlichkeit mindern und macht unterstützendes Lippenlesen unmöglich, das Menschen mit und ohne Hörprobleme bewusst oder unbewusst einsetzen.

Die in der Studie genannten störenden Nebengeräusche und eine vermeintlich undeutliche Aussprache sind signifikante Indizien für Hörminderungen. Denn gerade in schwieriger akustischer Umgebung wird das Gehör besonders beansprucht und die Höranstrengungen machen sich verstärkt bemerkbar. Hörschwächen treten dann häufiger zutage als in ruhiger Gesprächsatmosphäre.

Da nur die Hälfte der Befragten der Studie zuvor einen Hörtest gemacht hatte, wird auch hier die Wichtigkeit regelmäßiger Hörtests deutlich. Damit lässt sich schnell und zuverlässig die eigene Hörleistung feststellen und bewerten. Moderne Hörsysteme sind mittlerweile so unkompliziert zu nutzen und so leistungsfähig, dass sie nicht nur in anspruchsvollen Gesprächen, bei denen es auf jedes Wort ankommt, gute Dienste leisten, sondern auch im Alltag das Leben nachhaltig erleichtern und verbessern.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören setzt seit über 50 Jahren auf systematische Hörprävention und Aufklärungsarbeit. Als Hörexperten vor Ort stehen allen Interessierten die rund 1.500 FGH Partnerakustiker zur Verfügung. Bei ihnen wird das gesamte Leistungsspektrum vom kostenlosen Hörtest über Auswahl, Anpassung und Programmierung geeigneter Hörgeräte bis hin zur mehrjährigen Nachbetreuung angeboten. Die FGH Partner sind zu erkennen am Ohrbogen mit dem Punkt. Einen Fachbetrieb in der Nähe findet man unter  www.fgh-info.de

Verwendung und Nachdruck des Textes honorarfrei mit Quellennachweis: „FGH“

Quelle: Cudmore V, et al.: Age-Related Hearing Loss and Communication Breakdown in the Clinical Setting. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg. 2017 Aug 24. doi: 10.1001/jamaoto.2017.1248.

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Fördergemeinschaft Gutes Hören

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/i9vr44

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/sozialpolitik/hilfe-ich-verstehe-meinen-arzt-nicht-studie-verweist-auf-hoerprobleme-und-medizinische-irrtuemer-64522

Bessere Kommunikation und mehr Lebensqualität durch moderne Hörakustik – die Fördergemeinschaft Gutes Hören informiert bundesweit und vermittelt Hörexperten

Deutschlandweit gehen Experten von rund 15 Millionen Menschen aus, die nicht mehr einwandfrei hören. Wer aktiv etwas dagegen unternimmt, kann ohne größere Einschränkungen am täglichen Leben, das von Hören und Verstehen geprägt ist, teilnehmen. Tatsächlich sind es aber nur rund 3 Millionen Menschen, die mit der modernern Hörakustik ihre Höreinschränkungen kompensieren.

Das sind viel zu wenig, sagen einstimmig die Fachleute aus Medizin und Hörakustik. Denn ein eingeschränktes Hörvermögen bleibt für die Betroffenen meistens nicht ohne Folgen. Die häufigen Missverständnisse führen zu Konflikten und schließlich zu Stress und Versagensängsten. Die Ursachen liegen in den meisten Fällen in schleichenden Verschleißerscheinungen des Innenohres. Diese lassen sich mittels moderner Hörakustik kompensieren.

Die Fördergemeinschaft Gutes Hören (FGH) betreibt deshalb im Rahmen gesundheitlicher Vorsorge bundesweit Aufklärungsarbeit über gutes Hören und organisiert zusammen mit ihren Partner-Akustikern Informations- und Hörtest-Aktionen. Die FGH versteht sich als Ratgeber für Menschen mit Hörminderungen und deren Angehörige sowie für alle Menschen, die an gutem Hören interessiert sind. Auch für Fachleute und Journalisten ist die FGH eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um Informationen rund ums Hören und um die Hörakustik geht.

Freiwillige Mitglieder in der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind deutschlandweit rund 1.500 Meisterbetriebe für Hörakustik. Das gemeinsame Ziel der FGH Partner ist es, Menschen mit Hörproblemen wieder zu gutem Hören zu verhelfen. Voraussetzung dafür ist die Stärkung des Hörbewusstseins in der Öffentlichkeit. Dazu zählt auch die Bedeutung guten Hörens für die individuelle Lebensqualität. Wer gut hört, kann aktiv und ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Hören bedeutet nicht nur besser verstehen, sondern auch besser leben.

Das große Hörportal http://www.fgh-info.de bietet einen umfassenden Überblick zum Thema. Dort können auch weiterführende Informationen bestellt und schnell ein FGH Partner in Wohnortnähe gefunden werden. So einzigartig wie das Hören des Einzelnen, so individuell ist auch die persönliche Beratung. Wer sich für gutes Hören und die moderne Hörsystemanpassung interessiert, sollte das Gespräch mit seinem FGH Partner suchen. Die Mitgliedsbetriebe der Fördergemeinschaft stehen für eine große Auswahl von Hörlösungen, faire und umfassende Beratung und höchste Qualität. Die Partnerbetriebe der Fördergemeinschaft Gutes Hören sind am gemeinsamen Zeichen, dem Ohr-Symbol zu erkennen.

Fördergemeinschaft Gutes Hören im Internet:
http://www.fgh-info.de

Firmenkontakt
Fördergemeinschaft Gutes Hören
Karsten Mohr
Königstraße 5
30175 Hannover
0511 76333666
presse@fgh-info.de
http://www.themenportal.de/sozialpolitik/hilfe-ich-verstehe-meinen-arzt-nicht-studie-verweist-auf-hoerprobleme-und-medizinische-irrtuemer-64522

Pressekontakt
Fördergemeinschaft Gutes Hören
Karsten Mohr
Königstraße 5
30175 Hannover
0511 76333666
presse@fgh-info.de
http://shortpr.com/i9vr44

Politik, Recht und Gesellschaft

Weihnachtsspende von Arvato Financial Solutions: 15.500 Euro für benachteiligte Kinder, Jugendliche und Frauen

Prävention und Frühförderung immer wichtiger

Weihnachtsspende von Arvato Financial Solutions: 15.500 Euro für benachteiligte Kinder, Jugendliche und Frauen

Spendenübergabe an die lokalen Institutionen in Baden-Baden

Auch 2017 beweist Arvato Financial Solutions wieder Konstanz und führt seine regionale Spendenaktion in Baden-Baden und Umgebung fort. Dabei unterstützt das Unternehmen sechs soziale Institutionen mit insgesamt 15.500 Euro. Der Fokus liegt auf der Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Frauen in schwierigen Situationen.

Mit der finanziellen Förderung will das Unternehmen nach den Worten der Geschäftsführung um Kai Kalchthaler und Volker Bornhöft sein lokales Engagement aktiv unterstreichen: „Wir fühlen uns als langjähriger Arbeitgeber in Baden-Baden trotz unserer globalen Geschäfte in 22 Ländern lokal stark verwurzelt. Als Partner und Unterstützer möchten wir mit unserer Spende unserer gesellschaftlichen Verantwortung in der Region nachhaltig und planbar nachkommen. Ihr hohes Engagement und das Herzblut, mit dem Sie Ihre Arbeit leisten – teilweise sogar ehrenamtlich – sind bewundernswert. Das möchten wir mit unserer Förderung anerkennen.“

Arvato Financial Solutions unterstützt auch 2017 das Projekt „Power ohne Gewalt“ des benachbarten Stadtteilzentrums Briegelacker. Die Caritas setzt mit einem wöchentlichen, stadtteilbezogenen Jungstreff direkt an der Lebenssituation der Kinder und Jugendlichen an. Mit Aktionen zur Stärkung der Eigenverantwortung wie selbständiges Aufräumen des Basketball-Platzes, einer Kennenlern-Rallye durch Baden-Baden und Berufsorientierungs-Aktivitäten erreicht das Stadtteilzentrum seine Zielgruppe sehr effektiv.

Auf der Liste der Empfänger steht außerdem seit vielen Jahren das Frauen- und Kinderschutzhaus Baden-Baden/Rastatt. Die Spende fließt dieses Mal in das neue Projekt „Urlaub vom Problem“, das betroffenen Frauen kleine Alltagsfluchten wie einen Kino- und Schwimmbadbesuch ermöglicht. Zum Begünstigtenkreis gehört seit einigen Jahren auch der Verein CORA gegen sexuellen Missbrauch und Gewalt. Das seit 2015 laufende Projekt Bullerbü wurde aufgrund des weiterhin herrschenden Bedarfs nochmals verlängert und betreut regelmäßig circa 40 Flüchtlingskinder, die unter den Folgen traumatischer Erlebnisse durch Flucht und Vertreibung leiden.

Außerdem fördert Arvato Financial Solutions seit 2001 die Theodor-Heuss-Schule (SBBZ Lernen) – ebenfalls in der unmittelbaren Nachbarschaft des Unternehmens. Hier setzt man darauf, Entwicklungsstörungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen. Die Lehrer versuchen Beziehungsgefüge zu schaffen und den Schülern Erfolgserlebnisse auf künstlerischem, sportlichem oder musikalischem Terrain zu ermöglichen, die dann auf die Lust am schulischen Lernen überschwappen. Mit der Spende wird unter anderem die veraltete Veranstaltungstechnik erneuert und ausgebaut.

Seit 2008 im Empfängerkreis ist das Kinder- und Jugendheim Baden-Baden, ein heilpädagogisches Heim der Jugendhilfe. 2018 wird die Spende u.a. für die Ausstattung der 27 AGs eingesetzt sowie dem Medientraining für die Mitarbeiter, um diese in den neuen Medien fit zu machen. Gefördert wird zudem der Verein „Leselust in Baden“, dessen Ziel es ist, Kindern und Jugendlichen Freude am Lesen und Lesekompetenz zu vermitteln. Mit der letztjährigen Spende wurde die Lesetütenaktion einer Buchhandlung für Erstklässler unterstützt. Die Bücherspende kommt den Bücherkoffern der regionalen Grundschulen zugute.

Der jährliche Spenden-Termin hat sich unterdessen zu einer Konstante im Kalender aller Beteiligten entwickelt, in dem sich das Unternehmen nicht nur über die neuesten Projekte und Herausforderungen informiert, sondern auch ein Austausch zwischen den Institutionen stattfindet. Einigkeit herrschte, dass Prävention und Frühförderung immer wichtiger werden, da viele Probleme durch gesellschaftliche und familiäre Defizite bereits in immer jüngerem Kindesalter auftreten.

Arvato Financial Solutions ist ein global tätiger Finanzdienstleister und als Tochterunternehmen von Arvato zur Bertelsmann SE & Co. KGaA zugehörig.

Rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten in 22 Ländern mit starker Präsenz in Europa, Amerika und Asien flexible Komplettlösungen für ein effizientes, internationales Management von Kundenbeziehungen und Zahlungsflüssen. Arvato Financial Solutions steht für professionelle Outsourcing-Dienstleistungen (Finance BPO) rund um den Zahlungsfluss in allen Phasen des Kundenlebenszyklus – vom Risikomanagement über Rechnungsstellung, Debitorenmanagement, Verkauf von Forderungen und bis zum Inkasso. Dabei steht die Minimierung von Ausfallquoten in der Geschäftsanbahnung und während des Beitreibungsprozesses im Fokus. Zu den Leistungen gehört deshalb auch die Optimierung der Zahlartenauswahl über Ländergrenzen hinweg.

Als Financial Solutions Provider betreut das Unternehmen fast 10.000 Kunden, u. a. aus den Schwerpunktbranchen Handel/E-Commerce, Telekommunikation, Versicherungen, Kreditwirtschaft und Gesundheit und ist damit Europas Nummer 3 unter den integrierten Finanzdienstleistern.

Kontakt
Arvato infoscore GmbH
Nicole Schieler
Rheinstraße 99
76532 Baden-Baden
+49/(0)7221/5040-1130
presse.afs@arvato.com
http://finance.arvato.com

Politik, Recht und Gesellschaft

Top-Anwälte Ciper & Coll. im Medizinrecht und Arzthaftungsrecht erneut erfolgreich vor dem Landgericht Regensburg

Qualifizierte Rechtsberatung und -vertretung ist wichtig, um sich gegen eine regulierungsunwillige Versicherungswirtschaft durchzusetzen. Einzelheiten von
Dr. D.C.Ciper LLM, Fachanwalt für Medizinrecht:

Landgericht Regensburg vom 06.12.2017
Medizinrecht – Arzthaftungsrecht – Behandlungsfehler:
Fehlgeschlagene Arthroskopie des rechten Knies nach Meniskusschaden, LG Regensburg, Az.: 4 O 610/16

Chronologie:
Die Klägerin begab sich in die Praxis des Beklagten zwecks Arthroskopie des rechten Knies. Behandlungsfehlerhaft wurde aber das linke Knie operiert, das insbesondere keinen Meniskusschaden aufwies.

Verfahren:
Das Landgericht Regensburg hat den Vorfall mittels eines fachorthopädischen unfallchirurgischen Gutachtens hinterfragen lassen. Der Gutachter konstatierte im Ergebnis, dass das falsche Knie operiert wurde. Daraufhin schlug das Gericht den Parteien einen Vergleich über 9.000,- Euro vor. Darüber hinaus muss der Beklagte natürlich auch noch die anteiligen Verfahrenskosten zahlen.

Anmerkungen von Ciper & Coll.:
Bemerkenswert ist in dieser Sache u.a., dass der Versicherer des Beklagten, die Bayerische Versicherungskammer, trotz der eindeutigen Sachlage nicht vorgerichtlich regulieren wollte. Die Zusatzkosten gehen nun zu Lasten der Versicherungsgemeinschaft, stellen Rechtsanwältin Irene Rist und Rechtsanwalt Dr. D.C. Ciper LLM heraus.

Rechtsberatung im Personenschadenrecht: insbesondere Medizinrecht, Arzthaftungsrecht, Verkehrsunfallrecht, bundesweit sowie in Italien, Frankreich

Kontakt
Ciper & Coll.
Dirk Christoph Dr. Ciper LLM
ku damm 217
10719 Berlin
030
8532064
ra.ciper@t-online.de
http://www.ciper.de

Politik, Recht und Gesellschaft

Technische Funktion nicht ausreichend für Markenschutz

Technische Funktion nicht ausreichend für Markenschutz

Technische Funktion nicht ausreichend für Markenschutz

Nach dem Markengesetz können Zeichen nicht als Marke eingetragen werden, wenn sie ausschließlich aus einer Form bestehen, die zur Erreichung einer technischen Wirkung erforderlich ist.

Kaffeekapseln können in jedem Supermarkt gekauft werden. Allerdings ist Kaffeekapsel nicht gleich Kaffeekapsel. Nur ein einzelner Anbieter konnte bestimmte Kapseln aus Aluminium anbieten. Diesen Patentschutz hat das Bundespatentamt nun aufgehoben (Az.: 25 W (pat) 112/14). Der markenrechtliche Schutz wurde insoweit aufgehoben, als davon Kaffee, Kaffeeextrakte und kaffeebasierte Zubereitungen, Kaffeeersatz und künstliche Kaffeeextrakte betroffen sind. Diese Entscheidung begründet das Bundespatenamt damit, dass für diese Waren ein Schutzhindernis nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 MarkenG vorliegt. Die wesentlichen Merkmale dieser Marke erfüllten eine technische Funktion, die dazu diene in einer Kaffeekapselmaschine in vorteilhafter Weise verwendet zu werden, so das Patentamt weiter.

Zeichen können nur als Marke angemeldet werden, wenn sie die nötige Unterscheidungskraft zu Produkten und Dienstleistungen anderer Anbieter aufweisen können, erklärt die Wirtschaftskanzlei GRP Rainer Rechtsanwälte. Dreidimensionale Zeichen können hingegen nicht als Marke angemeldet werden, wenn die Form durch die Art der Ware selbst bestimmt ist oder die Form zur Erreichung einer bestimmten technischen Wirkung erforderlich ist. Dieses Schutzhindernis erkannte das Bundespatentamt bei den Kaffeekapseln.

Grundsätzlich müssen Unternehmen bei der Anmeldung einer Marke beachten, dass Schutzhindernisse der Eintragung entgegenstehen können. Ein absolutes Schutzhindernis ist dabei die mangelnde Unterscheidungskraft zu den Waren und Dienstleistungen anderer Anbieter. Das heißt, das Zeichen muss geeignet sein, sich von anderen Angeboten abzugrenzen, so dass der Verbraucher in der Lage ist, die Ware oder Dienstleistung einem bestimmten Unternehmen zuordnen zu können.

Darüber hinaus können noch weitere Schutzhindernisse bestehen. So muss sich die Marke beispielsweise grafisch darstellen lassen. Ebenso sind rein beschreibende Angaben nicht zulässig, da sie dem Freihaltebedürfnis der Allgemeinheit entgegenstehen.

Bei der Markenanmeldung muss zudem beachtet werden, dass nicht die Rechte bereits bestehender Marken verletzt werden. Im Markenrecht erfahrene Rechtsanwälte können prüfen, ob die Anmeldung als Marke möglich ist und bei Markenrechtsverletzungen Ansprüche geltend machen bzw. abwehren.

https://www.grprainer.com/rechtsberatung/gewerblicher-rechtsschutz-und-markenrecht/markenrecht.html

GRP Rainer Rechtsanwälte ist eine internationale, wirtschaftsrechtlich ausgerichtete Sozietät. An den Standorten Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München, Stuttgart und London berät die Kanzlei insbesondere im gesamten Wirtschaftsrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht sowie im Kapitalmarktrecht und Bankrecht. Zu den Mandanten gehören nationale und internationale Unternehmen und Gesellschaften, institutionelle Anleger und Privatpersonen.

Kontakt
GRP Rainer Rechtsanwälte
Michael Rainer
Augustinerstraße 10
50667 Köln
02212722750
0221-27 22 75-24
info@grprainer.com
http://www.grprainer.com

Politik, Recht und Gesellschaft

Kündigung im Job: Wie Sie Ihre Rechte sichern

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Kündigung im Job: Wie Sie Ihre Rechte sichern

Fachanwalt Bredereck

Jeder Arbeitnehmer, der schon einmal eine Kündigung erhalten hat, kennt dieses Gefühl: Man zweifelt an sich selbst, ist wütend oder traurig, hat Angst vor der Zukunft. Diese Emotionen sind verständlich, sie sind aber kein guter Ratgeber. Ein kühler Kopf ist gefragt, denn: Wer klug taktiert, kann jetzt viel erreichen.

Was steht einem Arbeitnehmer jetzt im Weg?

Loyalität und Verbundenheit: Oft hängt man an seinem alten Arbeitgeber, hat Freundschaften geschlossen, hat sich identifiziert mit dem Unternehmen, oft über Jahre. Oder man verfällt in Schockstarre, zieht sich zurück und akzeptiert sein Schicksal. Von alledem sollten Sie sich lösen, denken Sie rational und wirtschaftlich!

Was kann man Arbeitnehmern nach einer Kündigung raten?

Jeder Arbeitnehmer sollte sich möglichst schnell informieren über seine Rechte und Ansprüche! Im Arbeitsrecht gibt es viele Vorschriften, die Arbeitnehmer schützen vor Ungerechtigkeiten und Willkür. Viele Kündigungen verstoßen gegen solche Arbeitnehmer-Schutzvorschriften, ein Beispiel ist das Kündigungsschutzgesetz. Seien Sie darüber im Bild! Rechte und Ansprüche kann man nur durchsetzen, wenn man sie kennt!

Mit einer Kündigungsschutzklage kann man sich zurückklagen auf seinen alten Arbeitsplatz, oder eine satte Abfindung aushandeln. Steht ein Arbeitgeber vor der Wahl, eine Abfindung zu zahlen, oder den Mitarbeiter wiedereinstellen zu müssen, wird häufig lieber die Abfindung gezahlt. Voraussetzung: Der Arbeitnehmer holt sich Hilfe bei einem Arbeitsrechts-Experten und legt eine Kündigungsschutzklage ein – und das rechtzeitig innerhalb der 3-Wochen-Frist!

Suchen Sie sich einen erfahrenen Experten im Arbeitsrecht, der sich auskennt mit Kündigungsschutzklagen, der regelmäßig mit Personalabteilungen und spezialisierten Anwälten verhandelt, vorzugsweise einen Fachanwalt für Arbeitsrecht. Kontaktieren Sie Ihren Experten möglichst 1-2 Tage nach der Kündigung. Wer länger wartet, geht das Risiko ein, dass seine Rechte verloren gehen. Man sollte einen Arbeitsrechtler auch aufsuchen, wenn der Arbeitgeber eine Abfindung anbietet oder einen Aufhebungsvertrag. Unterschreiben Sie nichts, ohne professionellen Rat! Abfindungen, die Unternehmen von sich aus anbieten, sind häufig deutlich zu gering.

Haben Sie eine Kündigung erhalten? Schlägt man Ihnen einen Aufhebungsvertrag vor? Ich biete Ihnen folgendes an: Rufen Sie mich gern an in meiner Fachanwaltskanzlei für Arbeitsrecht, unter 030.40004999 erreichen Sie meine Rechtsanwaltsfachangestellte und Mediatorin Nadine oder meinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Philipp, die Sie sehr zeitnah mit mir verbinden. Kostenlos und unverbindlich bespreche ich Ihre Kündigung mit Ihnen oder das Abfindungsangebot Ihres Arbeitgebers. Gemeinsam werden wir klären, ob sich eine Kündigungsschutzklage lohnt und welche Abfindungshöhe realistisch ist. Meine Mitarbeiter und ich freuen uns auf Ihren Anruf!

Über 18 Jahre Erfahrung mit Kündigungsschutzklagen, Vertretung bundesweit:
Rechtsanwalt Alexander Bredereck
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
Tel: 030.4000 4999
Fax: 030.4000 4998
Kündigungshotline: 0176.21133283

Ruhrallee 185
45136 Essen
Telefon: 0201.4532 00 40
Kündigungshotline: 0176.21133283

Fachanwalt Bredereck im Web:

http://kuendigungen-anwalt.de: Website für Kündigung und Abfindung

www.fernsehanwalt.com: Videos zu Kündigung, Abfindung und Arbeitsrecht

www.arbeitsrechtler-in.de: Alles zum Arbeitsrecht

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik, Recht und Gesellschaft

Streit mit dem Mieter: darf der Vermieter Warmwasserzufuhr und Fernsehempfang unterbinden?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Streit mit dem Mieter: darf der Vermieter Warmwasserzufuhr und Fernsehempfang unterbinden?

Fachanwalt Bredereck

So mancher Mieter treibt den Vermieter in der Praxis zur Weißglut, wenn er z.B. seine Miete nicht zahlt oder dem Mieterhöhungsverlangen des Vermieters nicht zustimmt. Viele solcher Streitigkeiten landen bei Anwälten und ggf. auch vor Gericht. Teilweise greifen Vermieter aber auch zu anderen Mitteln, um den Mieter zum Einlenken zu bewegen. Dazu zählen z.B. sog. Versorgungssperren, mit denen der Vermieter dem Mieter verschiedene Versorgungsleistungen abstellt. Das Amtsgericht Koblenz hat sich in einem aktuellen Beschluss mit einem interessanten Fall in diesem Zusammenhang beschäftigt (AG Pforzheim, Beschluss vom 09.08.2017 – 8 C 162/17).

Versorgungssperre wegen verweigerter Zustimmung zur Mieterhöhung: Konkret ging es in dem Fall um einen Vermieter, der dem Mieter die Warmwasserzufuhr und den Fernsehempfang abgestellt hat, nachdem dieser seinem Mieterhöhungsverlangen nicht zugestimmt hatte. Dieser wehrte sich im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes dagegen und bekam vom Amtsgericht Koblenz Recht.

Unzulässiger Eingriff in Mieterrechte: Das AG stellte klar, dass der Vermieter mit seinem Vorgehen in unzulässiger Weise in die Rechte des Mieters eingegriffen habe. Das sei unabhängig von der Frage, ob der Vermieter möglicherweise einen Anspruch auf die begehrte Zustimmung des Mieters zur Mieterhöhung habe.

Das AG Pforzheim: Der Vermieter hat dem Mieter die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen und sie während der Mietzeit in diesem Zustand zu erhalten. Dazu gehört auch die Pflicht zur Erbringung von Versorgungsleistungen. Ein Vermieter greift in unzulässiger Weise in die Rechte des Mieters ein, wenn er die Warmwasserzufuhr und den Fernsehempfang in der Mietwohnung unterbindet (AG Pforzheim, Beschluss vom 09.08.2017 – 8 C 162/17).

Vorsicht mit Selbstjustiz: Vermieter sollten vorsichtig sein, wenn sie zu Mitteln der Selbstjustiz greifen, um ihre (vermeintlichen) Ansprüche durchzusetzen. Das gilt ganz besonders dann, wenn die Kürzung der Versorgungsleistungen nicht im Zusammenhang damit steht, dass der Mieter entsprechenden Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen ist. Dann kann sich der Vermieter nämlich auch nicht auf ein Zurückbehaltungsrecht berufen. So war es im konkreten Fall. Eine Versorgungssperre kann demnach nur dann in Betracht kommen, wenn der Mieter bereits vereinbarte, geschuldete Betriebskosten nicht bezahlt. Bei Betriebskostennachforderungen dürfte es dagegen schon wieder kritisch sein, wenn der Vermieter auf dieser Grundlage Versorgungsleistungen einstellt.

14.12.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Mietrecht: www.mietrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik, Recht und Gesellschaft

Schnee und Eis im Winter – was droht Arbeitnehmern bei Verspätung?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Schnee und Eis im Winter - was droht Arbeitnehmern bei Verspätung?

Fachanwalt Bredereck

Wintereinbruch bedeutet wieder vermehrt Schnee und Eis und damit schwierige Straßenverhältnisse sowie Verspätungen und Ausfälle bei öffentlichen Verkehrsmitteln. Zahlreiche Arbeitnehmer haben dann mit erschwerten Bedingungen bei der Anfahrt zur Arbeit zu kämpfen. Womit müssen Mitarbeiter rechnen, die deshalb verspätet am Arbeitsplatz erscheinen?

Verspätung bedeutet keinen Lohn: Wer sich verspätet, kriegt für die Zeit, die er zu spät ist, keine Vergütung. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Arbeitnehmer etwas für seine Verspätung kann oder nicht. Das Wegerisiko, also das Risiko, rechtzeitig zur Arbeit zu gelangen, hat er zu tragen. Auch wer sich also rechtzeitig auf den Weg gemacht hat und von Zugausfällen überrascht wurde, bekommt kein Arbeitsentgelt für die entsprechende Zeit.

Verspätung als Grund für Abmahnung: Grundlage für eine Abmahnung des Arbeitgebers kann nur ein schuldhafter Vertragsverstoß des Arbeitnehmers sein. Der Mitarbeiter muss seine Verspätung also auch verschuldet haben. Daran fehlt es, wenn er sich trotz rechtzeitigem Start und ausreichend eingeplantem Puffer aufgrund eines unvorhergesehenen Witterungseinbruchs mit heftigem Schnellfall und entsprechenden Verkehrsproblemen verspätet. Etwas anderes kann dagegen gelten, wenn entsprechende Witterungsbedingungen in den Nachrichten bereits prognostiziert wurden und der Arbeitnehmer sich darauf einstellen konnte. Dann muss man dann ggf. früher auf den Weg machen als sonst. Wem hier ein Verschulden bei der Verspätung nachgewiesen werden kann, weil er das versäumt hat, dem kann eine Abmahnung drohen.

Verspätung als Kündigungsgrund? Als Kündigungsgrund kommt eine Verspätung nur dann in Betracht, wenn der Arbeitnehmer sich zuvor schon wiederholt Verstöße gegen den Arbeitsvertrag geleistet hat. Hier kommt es auf den Einzelfall an. Arbeitnehmer, die Grund zu der Annahme haben, beim Arbeitgeber auf der Abschussliste zu stehen, sollten besonders vorsichtig sein. Der Arbeitgeber wartet dann unter Umständen nur auf einen Grund, um seine Kündigung auszusprechen. Die Gelegenheit sollte man ihm nach Möglichkeit nicht durch eine bzw. mehrere Verspätungen liefern.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck unter 030/40004999 oder unserer Hotline 0176/21133283 an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

12.12.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik, Recht und Gesellschaft

General Electric: Stellenabbau bei GE in Deutschland – 1600 Arbeitsplätze betroffen

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

General Electric: Stellenabbau bei GE in Deutschland - 1600 Arbeitsplätze betroffen

Fachanwalt Bredereck

Nachdem zuletzt Siemens aufgrund des massiven Stellenabbaus in den Schlagzeilen war, droht nun auch zahlreichen Arbeitnehmern von General Electric (GE) in Deutschland der Verlust des Arbeitsplatzes. 1600 Jobs sollen Medienberichten zufolge abgebaut werden, nach Angaben der IG Metall sind davon besonders die Standorte Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel betroffen. Was ist Mitarbeitern im Falle eines Stellenabbaus zu raten?

Vorsicht bei Aufhebungsangeboten: Arbeitgeber werden im Falle eines Stellenabbaus versuchen, den für sie leichtesten Weg zu wählen, um Arbeitsverhältnisse zu beenden. Kündigungen sind immer riskant. Es besteht ein erhebliches Fehlerpotential für den Arbeitgeber, er muss immer das Risiko der Unwirksamkeit der Kündigung fürchten. Deshalb wird er Arbeitnehmern regelmäßig zunächst Aufhebungsverträge anbieten. Damit diese sich darauf einlassen, wird für den Fall des Abschlusses insbesondere eine Abfindungszahlung angeboten. Trotzdem bleiben Aufhebungsverträge für Arbeitnehmer regelmäßig eher nachteilhaft.

Nachteile bei Aufhebungsverträgen: Das liegt insbesondere an der drohenden Sperrzeit bei der Bundesagentur für Arbeit. Hintergrund: Der Arbeitnehmer wirkt beim Abschluss eines Aufhebungsvertrages an seiner Arbeitslosigkeit mit. Die Probleme bei der Arbeitsagentur können dann die versprochenen Vorteile der Aufhebungsvereinbarung schnell in negativer Hinsicht ausgleichen.

Betriebsbedingte Kündigungen mit Kündigungsschutzklage angreifen: Sollte es zu betriebsbedingten Kündigungen kommen, ist eine Kündigungsschutzklage das Mittel der Wahl. Wer länger als ein halbes Jahr im Betrieb beschäftigt ist, hat Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz und kann den Arbeitgeber mit seiner Kündigungsschutzklage unter Druck setzen. Das Risiko, Fehler zu machen, ist bei betriebsbedingten Kündigungen hoch. Insbesondere eine Sozialauswahl ist, wenn sie durchzuführen ist, fehlernanfällig. Wird nur ein Teil der Mitarbeiter entlassen, muss der Arbeitgeber eine Sozialauswahl durchführen. Wenn dann im Zuge des Prozesses ein Vergleich geschlossen wird, der ebenfalls eine entsprechend hohe Abfindungszahlung zum Gegenstand hat, droht zudem das Problem der Sperrzeit in aller Regel nicht mehr. Die Abfindung fällt zudem meist höher aus als im Rahmen eines außergerichtlichen Aufhebungsvertrages.

Rechtsrat einholen vor Unterschrift: Vor diesem Hintergrund sollten sich betroffenen Mitarbeiter auf jeden Fall rechtlich beraten lassen, wenn sie Angebote, welcher Art auch immer, von ihrem Arbeitgeber erhalten. Wer vorschnell Änderungsvereinbarungen oder Aufhebungsverträge unterzeichnet, kann sich später kaum noch davon lösen. Es ist wichtig zu wissen, dass der Arbeitgeber nicht ohne Weiteres verpflichtet ist, den Arbeitnehmer bis ins Detail über die möglichen Nachteile der Aufführungsvereinbarung zu belehren. Zudem stehen regelmäßig entsprechende Hinweise in den vorgedruckten Aufhebungsvereinbarungen. Mündlich wird den Arbeitnehmern manchmal etwas anderes erklärt. Das lässt sich später nicht beweisen. Der Arbeitgeber ist den Arbeitnehmer günstig losgeworden, der Arbeitnehmer fühlt sich betrogen: Aus Sicht des Arbeitnehmers ist das kein schönes Ende für ein Arbeitsverhältnis.

Wo finden Sie weitere Informationen zum Thema Kündigung und Aufhebungsvertrag: Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigungsschutzklage: www.kuendigungsschutzklage-anwalt.de Hier finden Sie als Arbeitnehmer alle Informationen zum Thema Kündigung, Aufhebungsvertrag und sonstige Beendigung des Arbeitsverhältnisses: www.kuendigungen-anwalt.de

Was wir für Sie tun können: Wir vertreten Arbeitnehmer und Arbeitgeber deutschlandweit im Zusammenhang mit dem Abschluss von arbeitsrechtlichen Aufhebungsverträgen, Abwicklungsverträgen und dem Ausspruch von Kündigungen.

Besprechen Sie Ihren Fall zunächst mit dem Fachanwalt für Arbeitsrecht: Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck an und besprechen Sie zunächst telefonisch, kostenlos und unverbindlich die Erfolgsaussichten eines Vorgehens im Zusammenhang mit der Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Wie hoch sind Ihre Chancen? Wie hoch sind Ihre Risiken? Und welche Fristen gibt es zu beachten.

8.12.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik, Recht und Gesellschaft

EuGH zum Thema Urlaub: rückwirkender Urlaubsanspruch bei Scheinselbständigkeit

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen, und Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

EuGH zum Thema Urlaub: rückwirkender Urlaubsanspruch bei Scheinselbständigkeit

Fachanwalt Bredereck

Das Thema Urlaubsanspruch des Arbeitnehmers und dessen Verfall beschäftigt Gerichte regelmäßig. Nun hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) vor kurzem ein für Arbeitnehmer erfreuliches Urteil dazu gefällt, wann Urlaubsansprüche auch rückwirkend noch bestehen können.

Verkäufer als Scheinselbstständiger beschäftigt

Der zugrunde liegende Fall kommt aus Großbritannien, wo ein Verkäufer über 13 Jahre als vermeintlich Selbstständiger auf Provisionsbasis bei einer Firma beschäftigt gewesen war. Nach Beendigung des Vertragsverhältnisses forderte er eine Vergütung für den genommenen wie auch den über die 13 Jahre nicht genommenen Urlaub. Das britische Arbeitsgericht stellte daraufhin fest, dass er tatsächlich Arbeitnehmer im Sinn der britischen Rechtsvorschriften war und deshalb einen Anspruch auf bezahlten Urlaub gehabt habe.

EuGH zum Urlaubsverfall

Der EuGH hatte nun zum einen zu klären, ob der Arbeitnehmer zunächst den Urlaub hätte nehmen müssen, um dann später die Frage des Anspruchs auf Bezahlung feststellen zu lassen. Zum anderen war fraglich, ob die Urlaubsansprüche mittlerweile verfallen waren. Der EuGH verneint beides. Die Unsicherheit, ob der Urlaub bezahlt werde oder nicht, könne ein hinreichender Grund sein, den Urlaub nicht zu nehmen. Sofern diese Frage nicht geklärt sei, sei eine Entspannung und Erholung als maßgeblicher Zweck des Urlaubs nicht möglich. Unter diesen Umständen könne der Urlaubsanspruch dann auch nicht verfallen. Der Arbeitgeber müsse den Arbeitnehmer in die Lage versetzen, seinen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub auszuüben. Tue er dies nicht, müsse er dafür die finanziellen Folgen tragen.

Zusammenfassung

Aus der Entscheidung ergibt sich somit, dass Arbeitnehmer keinen Urlaub nehmen müssen, bevor geklärt ist, dass sie einen Anspruch auf Bezahlung dafür haben. Hinsichtlich der Frage der Bezahlungspflicht hat sich der Arbeitgeber über seine Verpflichtungen zu informieren. Tut er dies nicht und ermöglicht seinen Mitarbeitern somit nicht, ihren Urlaub zu nehmen, verfallen deren Vergütungsansprüche auch nicht.

Urlaubsansprüche für Scheinselbstständige

Die Entscheidung ist für Scheinselbstständige interessant, die als vermeintliche Selbstständige bzw. freie Mitarbeiter beschäftigt wurden und sich aber tatsächlich in einem Arbeitsverhältnis befinden bzw. befunden haben. Für sie ergibt sich die Möglichkeit, auch nach längerer Zeit noch Urlaubsansprüche geltend zu machen.

Fachanwalt Bredereck hilft

Wir vertreten Arbeitgeber, Auftraggeber, Selbstständige und Arbeitnehmer (Scheinselbstständige) deutschlandweit in allen Fragen rund um die Scheinselbstständigkeit. Arbeitgeber beraten wir insbesondere im Zusammenhang mit drohenden oder durchgeführten Prüfungen und bei Klagen des freien Mitarbeiters. Freie Mitarbeiter, die eigentlich Arbeitnehmer sind, vertreten wir bei Statusfeststellungsklagen gegen den Arbeitgeber/Auftraggeber. Rufen Sie Fachanwalt für Arbeitsrecht an und besprechen Sie zunächst telefonisch und unverbindlich, ob und wie wir Sie unterstützen können.

Weiterbildung zum Thema Scheinselbstständigkeit

Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck hält deutschlandweit Vorträge zum Thema Scheinselbstständigkeit, rechtssichere Abgrenzung der verschiedenen Vertragstypen, Vermeidung von Haftungsfallen und zu den möglichen Auswirkungen derzeit geplanter gesetzlicher Neuregelungen.

Die nächsten Termine für Vorträge für die Haufe Akademie:

05.03.2018: Frankfurt a.M./Offenbach
18.06.2018: Hamburg
28.09.2018: München/Eching

Nähere Infos sowie die Anmeldung finden Sie unter: https://www.haufe-akademie.de/w1/27.92

07.12.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

Rechtsanwaltskanzlei
Bredereck & Willkomm
Rechtsanwälte in Berlin und Potsdam

Kontakt
Bredereck & Willkomm
Alexander Bredereck
Prenzlauer Allee 189
10405 Berlin
030 4000 4999
berlin@recht-bw.de
http://www.recht-bw.de

Politik, Recht und Gesellschaft

Zwischen Weihnachten und Neujahr: Feiertage oder nicht?

Welche Rechte haben Arbeitnehmer Heiligabend, Silvester und dazwischen?

Zwischen Weihnachten und Neujahr: Feiertage oder nicht?

Während viele Menschen um den Weihnachtsbaum sitzen und es sich mit Plätzchen und anderen Leckereien gut gehen lassen, arten die Feiertage bei manchen in Stress aus. Ärzte, Polizisten, Kellner – viele Berufsgruppen müssen in der vermeintlich besinnlichen Zeit hart arbeiten. ARAG Experten erklären, welche Rechte zwischen den Jahren für Arbeitnehmer herrschen.

Arbeiten an Heiligabend, Weihnachten oder Silvester
Heiligabend und Silvester sind keine Feiertage, daher hängt es – sofern sie auf einen Werktag fallen – lediglich vom Arbeitgeber ab, ob sie frei sind, einen halben oder einen ganzen Urlaubstag erfordern. Der 25. und 26. Dezember dagegen sind gesetzlich festgelegte Feiertage, an denen das Arbeiten generell untersagt ist. Gleiches gilt für den 1. Januar. Laut ARAG Experten sind im Arbeitszeitgesetz 16 Ausnahmen von dem generellen Beschäftigungsverbot aufgeführt. So muss beispielsweise im Sicherheits- oder im Gesundheitswesen auch an Feiertagen eine Versorgung gewährleistet sein.

Einkaufen an Heiligabend
Der 24. Dezember fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Dennoch können Geschäfte unter Umständen öffnen. Kirchen und Gewerkschaften sehen das kritisch. Laut ARAG Experten dürfen aber nur Geschäfte aufmachen, die Artikel des täglichen Bedarfs anbieten. Dazu gehören Lebensmittelmärkte, Bäckereien und Weihnachtsbaumverkaufsstellen. Manche Handelsketten haben bereits die Entscheidung getroffen, die Verkaufsräume am diesjährigen vierten Adventssonntag und Heiligabend geschlossen zu lassen, so zum Beispiel die Filialen von Rewe und Penny. Dies gilt allerdings nur für etwa 2.400 nicht selbstständige Händler. Die selbstständigen Kaufleute können selbst darüber entscheiden, ob sie an Heiligabend ihre Märkte öffnen.

Recht auf Feiertagszuschläge
Gesetzlich gibt es keinen Anspruch auf sogenannte Feiertagszuschläge, wissen ARAG Experten. Lediglich für geleistete Nachtarbeit an solchen Tagen gibt es einen Aufschlag. Ansonsten steht dem an Sonn- oder Feiertagen schuftenden Mitarbeiter ein Ersatzruhetag zu. Allerdings gilt in den meisten Fällen nicht die gesetzliche Vereinbarung, sondern die vertragliche oder tarifvertragliche – und dort ist dann oft auch das individuelle Recht auf mögliche Zuschläge festgelegt.

Zuschläge und Versteuerung
Glück im Unglück haben diejenigen, die an den gesetzlichen Feiertagen arbeiten müssen und einen Zuschlag erhalten. Es lohnt sich: Denn der Lohnzuschlag an Heiligabend ab 14 Uhr und an den Weihnachtsfeiertagen ist bis zu 150 Prozent und an Silvester ab 14 Uhr bis zu 125 Prozent des Grundlohnes von maximal 50 Euro pro Stunde steuerfrei, so die ARAG Experten.

Betriebsferien
Auch wenn die Urlaubsverteilung im Allgemeinen nicht im Ermessen des Arbeitgebers liegt, darf er Betriebsferien anordnen, wenn dringende betriebliche Belange das erfordern. Dabei sollte er auf zwei Dinge achten: Erstens sollte die Zwangspause in den Schulferien liegen, damit Eltern nicht benachteiligt werden und zweitens sollte er die verordnete Freizeit so früh wie möglich ankündigen, damit sich alle Arbeitnehmer darauf einstellen können. Hat der Betrieb jedoch einen Personal- oder Betriebsrat, darf der Chef nicht in Eigenregie entscheiden, sondern muss deren Zustimmung einholen.

Download des Textes und verwandte Themen:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

Firmenkontakt
ARAG SE
Brigitta Mehring
ARAG Platz 1
40472 Düsseldorf
0211-963 2560
0211-963 2025
brigitta.mehring@arag.de
http://www.ARAG.de

Pressekontakt
redaktion neunundzwanzig
Thomas Heidorn
Lindenstraße 14
50674 Köln
0221-92428215
thomas@redaktionneunundzwanzig.de
http://www.ARAG.de