Category Archives: Wissenschaft, Forschung und Technik

Wissenschaft, Forschung und Technik

Kunstvolle Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft

Science2Start-Preisträger 2018: Uniklinik Tübingen, MPI für Entwicklungsbiologie, NMI und Fraunhofer IGB

Kunstvolle Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft

Die Science2Start-Preisverleihung 2018 beim BioRegio STERN Sommerempfang (Bildquelle: A. Faden/BioRegio STERN Management GmbH)

(Stuttgart/Reutlingen) – Bei der Science2Start-Preisverleihung im Rahmen des BioRegio STERN Sommerempfangs 2018 wurden vier Teams aus Wissenschaftlern und Gründern, die Ideen mit großem wirtschaftlichem Potenzial entwickelt haben, ausgezeichnet. Den ersten Platz belegte Prof. Dr. Bernhard Hirt vom Institut fur Klinische Anatomie und Zellanalytik des Universitätsklinikums Tübingen mit seiner Idee für den Formaldehyd-Ersatzstoff „Aminolipin“. Auf den zweiten Platz schaffte es eine Software zur Genanalyse von Bakterienstämmen, um multiresistente Keime wirkungsvoll zu bekämpfen. Den dritten Platz teilen sich zwei Lab-on-a-Chip Testsysteme zur Entwicklung von Medikamenten gegen neurodegenerative Erkrankungen sowie Netzhauterkrankungen. In der Tübinger Sternwarte überraschte die Reutlinger Künstlerin Jenny Winter-Stojanovic die zahlreichen Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik mit einer aufsehenerregenden Live-Installation aus Klarsichtfolie.

Beim diesjährigen gemeinsamen Sommerempfang der BioRegio STERN Management GmbH, des Vereins zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. sowie des Technologieparks Tübingen-Reutlingen (TTR) am vergangenen Donnerstag in der Tübinger Sternwarte wurden die Preisträger des zehnten Ideenwettbewerbs „Science2Start“ 2018 präsentiert. Dr. Peter Heinrich, Serial Entrepreneur, u. a. Gründer der Medigene AG sowie Mitbegründer und Sprecher des Vorstands der BIO Deutschland, referierte in seiner Keynote über das Thema „Führen“ und zitierte den Dichter Antoine de Saint-Exupery: „Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“ Dr. Heinrichs Rat an die zukünftigen Unternehmer lautete dann auch: „Die Herausforderung des Führens liegt unter anderem darin, eine Atmosphäre und Voraussetzungen zu schaffen, welche Mitarbeiter motiviert, gemeinsam an Zielen zu arbeiten.“

Die vier Gewinner des zehnten Ideenwettbewerbs stehen zwar noch ganz am Anfang einer unternehmerischen Laufbahn, aber ihren Projekten konnte die Fachjury von Science2Start bereits große wirtschaftliche Potenziale bescheinigen: Allen voran Prof. Dr. Bernhard Hirt vom Institut fur Klinische Anatomie und Zellanalytik des Universitätsklinikums Tübingen mit seiner Idee für den Formaldehyd-Ersatzstoff „Aminolipin“. Den zweiten Platz belegten Dr. Wei Ding und Benjamin Buchfink vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, MPI EB Tübingen, mit der Software „PanX+“ zur Genanalyse von Bakterienstämmen, um multiresistente Keime wirkungsvoll zu bekämpfen. Den dritten Platz teilen sich Teams vom NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen und dem Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik, IGB, aus Stuttgart mit Lab-on-a-Chip Testsystemen zur Medikamentenentwicklung. Die „3D in vitro platform“ von Dr. Paolo Cesare zielt auf neurodegenerative Erkrankungen, die „Retina-on-a-Chip“ von Dr. Christopher Probst befasst sich mit Netzhauterkrankungen. Die Gewinner erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.500 Euro, die wie in den vergangenen Jahren von Voelker & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer ausgelobt worden waren.

Beim anschließenden Sommerempfang der BioRegio STERN Management GmbH genossen die zahlreichen Gäste aus Forschung, Wirtschaft und Politik die anregenden Gespräche bis in den späten Abend hinein. Diskussionsstoff lieferte dabei auch die Reutlinger Künstlerin Jenny Winter-Stojanovic. Sie „performte“ live eine Skulptur aus Klarsichtfolie und schuf dadurch in Kombination mit Licht eine aufsehenerregende Netzstruktur um den eisernen Pavillon vor und mit der Sternwarte Tübingen. Als Gastgeber freute sich auch BioRegio STERN-Geschäftsführer Dr. Klaus Eichenberg darüber, dass die Kunstinstallation zur Auseinandersetzung anregte: „Um wissenschaftliche Ideen zum Erfolg zu führen, muss ein Unternehmer inspirierende Ideen haben und sie kreativ umsetzen. Und er benötigt gute Verbindungen. Dazu können wir unseren Teil unter anderem mit dieser Veranstaltung beitragen.“

Projektbeschreibungen der Gewinner des Science2Start Ideenwettbewerbs 2018

1. Platz: „Aminolipin“ von Prof. Dr. Bernhard Hirt vom Institut fur Klinische Anatomie und Zellanalytik der Universität Tübingen
Das Team des Instituts fur Klinische Anatomie und Zellanalytik hat die Substanz Aminolipin als Fixierungs- und Konservierungssubstanz für Körperpräparate, Organe und Gewebe entwickelt. Sie hemmt Enzyme, die für den Zerfallsprozess verantwortlich sind, besitzt ein umfassendes antimikrobielles Wirkspektrum und stoppt dadurch effizient den Verwesungsprozess. Bisher verwenden Mediziner das giftige und krebserregende Formaldehyd, um biologisches Gewebe oder auch komplette Körper zu konservieren. Mit Aminolipin präparierte Leichname sind in Form, Farbe und Haptik nahezu „lebensecht“ und helfen dadurch auch, die Ausbildung von Ärzten zu verbessern.

2. Platz: „PanX+“ von Dr. Wei Ding und Benjamin Buchfink, Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie, Tübingen
PanX+ ist eine interaktive Softwarelösung zur Analyse und Visualisierung von Bakteriengenomen, um multiresistente Keime zu bekämpfen. Dr. Ding hat eine Software panX entwickelt, um das Pangenom, also die Gesamtheit aller Gene von Bakterienstämmen, schnell auszuwerten und intuitiv darzustellen. Sein Team PathoVis entwickelt die neue Software PanX+, die die Analyse enormer Datenmengen in weniger als einem Tag ermöglicht. Die epidemiologischen Daten werden visualisiert, so dass Ursachen erforscht und Handlungsempfehlungen zur Vermeidung der weiteren Ausbreitung multiresistenter Keime für Krankenhäuser und Gesundheitsämter erstellt werden können.

3. Platz: „3D in vitro platform“ von Dr. Paolo Cesare, NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
Dem Team von Dr. Paolo Cesare ist es gelungen, sein MEAFLUIT-System aus Mikroelektroden-Arrays mit Mikrofluid-Technologien, mit dem sie 2015 bereits einer der Science2Start-Preisträger waren, substanziell weiterzuentwickeln und eine innovative Brain-on-a-Chip-Plattform herzustellen. Auf dem Testsystem können menschliche Nervenzellen kultiviert und verschaltet werden. Die 3D-In-vitro-Plattform erleichtert dadurch die Entwicklung wirksamer Medikamente beispielsweise gegen Alzheimer oder Parkinson und vermeidet Tierversuche.

3. Platz: „Retina-on-a-Chip“ von Dr. Christopher Probst, Fraunhofer IGB, Stuttgart
„Retina-on-a-Chip“ ist ein innovatives 3D-In-vitro Testsystem. Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB und der Eberhard Karls Universität Tübingen ist es gelungen, die menschliche Netzhaut in-vitro nachzubilden, um effizientere pharmakologische Wirkstoffforschung zur Behandlung von bisher unheilbaren Netzhauterkrankungen wie altersbedingter Makuladegeneration und Retinitis Pigmentosa zu ermöglichen. Gegenüber bisherigen Testmethoden erreicht der dreidimensionale Aufbau des Netzhautmodels sowie die körperähnliche Durchströmung mit Nährstoffen eine höhere Aussagekraft. Der Einsatz pluripotenter Stammzellen als Ausgangsmaterial hilft außerdem, Tierversuche in der präklinischen Wirkstoffforschung und -erprobung zu reduzieren.

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

Firmenkontakt
BioRegio STERN Management GmbH
Dr. Klaus Eichenberg
Friedrichstraße 10
70174 Stuttgart
0711-870 354 0
info@bioregio-stern.de
http://www.bioregio-stern.de

Pressekontakt
Zeeb Kommunikation GmbH
Anja Pätzold
Hohenheimer Straße 58a
70184 Stuttgart
0711 – 60 70 719
info@zeeb.info
http://www.zeeb.info

Wissenschaft, Forschung und Technik

AL-KO gewinnt German Innovation Award 2018

Schweißrauchabsauganlage AL-KO AFU-ECO der AL-KO THERM GMBH wird ausgezeichnet

AL-KO gewinnt German Innovation Award 2018

Geschäftsführer Dr. Christian Stehle und Abteilungsleiter Michael Seitz (Bildquelle: @Martin Diepold/Grand Visions)

Anfang Juni hat die AL-KO THERM GMBH Bereich Absaugtechnik für ihre innovative Schweißrauchabsauganlage AL-KO AFU-ECO den German Innovation Award 2018 in der Kategorie „Excellence in Business to Business – Machines & Engineering“ im Deutschen Technikmuseum in Berlin feierlich überreicht bekommen.

Der erstmalig vom Rat für Formgebung (German Design Council) verliehene Preis zeichnet explizit Produkte und deren Innovationsleistung aus. Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung Andrej Kupetz erklärt: „Der German Innovation Award würdigt die Innovationsfähigkeit von Unternehmen, die mit ihren Entwicklungen einen entscheidenden Wertbeitrag für die deutsche Wirtschaft leisten. Alle teilnehmenden Unternehmen werden im Vorfeld von den Expertengremien und Scouts des Rat für Formgebung nominiert, wobei bei den Auswahlkriterien ein konkreter Produktnutzen im Anwendungskontext im Fokus steht.“ Michael Seitz, Leiter AL-KO Absaugtechnik, äußert sich erfreut: „Natürlich ehrt uns diese Auszeichnung, denn sie unterstreicht unsere Qualitätsphilosophie. Der German Innovation Award ist der Beweis für unseren Anspruch mit zukunftsorientierten und richtungsweisenden Lösungen Innovationstreiber der Branche zu sein.“

Das Gesamtkonzept der Weltneuheit AL-KO AFU-ECO überzeugte die Jury des German Innovation Awards aus unabhängigen, interdisziplinären Experten der Industrie, Wissenschaft, Institutionen und Finanzwirtschaft: „Die neue Schweißrauchabsauganlage AL-KO AFU-ECO vereint erstmals Absaugung, Filterung und Wärmerückgewinnung in einem so durchdachten wie kompakt gestalteten und damit platzsparenden Gerät. Eine sinnvolle Innovation, die nicht nur für ein gesünderes Klima am Arbeitsplatz sorgt, sondern auch zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt. Arbeitsschutz und Effizienz perfekt vereint“, so die offizielle Begründung der Jury. Die Anlage dient als Kompaktgerät zur parallelen Schweißrauchabsaugung an mehreren Arbeitsplätzen. „Die AL-KO AFU-ECO besteht im Inneren aus zwei Funktionsebenen, Abscheidung und Frischluftzufuhr, zwischen denen eine Wärmerückgewinnungseinheit (WRG) geschaltet ist. Dank dieses einzigartigen Bausteinsystems gelingt uns eine optimale Energieeffizienz von bis zu 67%“, erklärt Michael Seitz. Ein weiterer Vorteil der einmaligen Ebenenkonstruktion: Da zwischen abgesaugter und frisch zugeführter Luft kein Kontakt herrscht, garantiert das System als erste Schweißrauchabsaugung ihrer Art eine 100% Frischluftzufuhr. So entsteht höchste Raumluftqualität ohne Geruchs- und Reststaubbelastung. Michael Seitz nennt einen entscheidenden Faktor im Entstehungsprozess: „Erfolgsprodukte wie die AL-KO AFU ECO sind stets das Resultat engagierter Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Unser Plus: Als langjähriger Spezialist der Lüftungs- und Klimatechnikbranche einerseits und der Absaugtechnik andererseits vereint die AL-KO THERM GMBH die beiden Kernkompetenzen für richtungsweisende Innovationen und Pionierleistungen im Bereich Absaug- und Lüftungstechnik unter einem Dach.“

Die AL-KO ABSAUGTECHNIK – IHR STARKER PARTNER
In Europa und der ganzen Welt entscheiden sich jährlich tausende von Kunden für die Qualitätsprodukte der AL-KO Absaugtechnik. Die Begeisterung hierfür und das Vertrauen in uns beweist, dass auch heute Produkte mit dem Prädikat „MADE IN GERMANY“ Zukunft haben – wenn sie konsequent auf Innovation und überlegenen Qualität ausgerichtet sind. Setzen Sie mit uns auf die Zukunft und profitieren Sie als unser Kunde und Partner von der Leistungskraft, der Qualität und der Sicherheit der Marke AL-KO.

Die AL-KO KOBER SE
Die AL-KO KOBER GROUP zählt mit den Unternehmensbereichen „Gardentech“, „Lufttechnik“ und „Automotive“ zu den Global Playern unter den deutschen Mittelständlern. Den Grundstein für den rasanten Aufstieg legte Alois Kober 1931 mit der Gründung einer Schlosserei in Kötz, bei Augsburg. Mittlerweile ist das in Familienbesitz befindliche Traditionsunternehmen mit mehr als 2.000 Mitarbeitern an weltweiten Standorten tätig. Neben CEO Peter Kaltenstadler gehört COO Dr. Wolfgang Hergeth zum Vorstand der innovativen AL-KO Kober Unternehmensgruppe.

Die AL-KO KOBER GROUP ist Teil des PRIMEPULSE Verbunds. Die PRIMEPULSE SE ist
eine dynamisch wachsende Beteiligungsholding mit Sitz in München. Im Fokus stehen Beteiligungen an Unternehmen in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern. Zum leistungsfähigen Netzwerk gehören circa 60 Beteiligungsunternehmen weltweit. PRIMEPULSE verfolgt einen langfristigen, wertorientierten Beteiligungsansatz und versteht sich als strategischer Partner ihrer Gruppenunternehmen, der diese in ihren Wachstumsambitionen aktiv unterstützt. Hinter PRIMEPULSE stehen Raymond Kober, Klaus Weinmann und Stefan Kober, die Gründer der heute im TecDAX notierten CANCOM SE mit über 25 Jahren digitaler Kompetenz. Mehr unter www.primepulse.de

Firmenkontakt
AL-KO THERM GmbH
Katharina Stenzel
Hauptstrasse 248 – 250
89343 Jettingen-Scheppach
+49 8225 39-0
katharina.stenzel@al-ko.de
http://www.al-ko.com/de

Pressekontakt
kiecom GmbH
Tobias Schneider
Rosental 10
80331 München
089 2323620
t.schneider@kiecom.de
http://www.kiecom.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen

Verbundwerkstoffen oder „Composites“ gehört die Zukunft. In vielen Bereichen des Maschinenbaus ersetzen Verbund- oder Leichtbauwerkstoffe die herkömmlichen Bauteile aus Metall. Dies erfordert jedoch auch eine Weiterentwicklung der Werkzeuge.

Neues Verfahren verbessert Haltbarkeit der Beschichtung auf Werkzeugen

Ein mit der neuen Methode vorbehandeltes Fräswerkzeug (A) sowie behandelte Oberflächen (B und C).

In der industriellen Produktion kommen zunehmend diamantbeschichtete Werkzeuge aus Hartmetall zum Einsatz. Problematisch ist bislang die Schichthaftung der Werkzeuge, insbesondere bei der Bearbeitung von Verbund- und Leichtbauwerkstoffen. Durch die dynamische Belastung beim Schneiden der Verbundwerkstoffe sind die Anforderungen an das Werkzeug wesentlich höher als bei der Verarbeitung von Werkstücken mit homogenem Gefüge.

Dr. Manuel Mee vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM hat in einem von der Baden Württemberg Stiftung geförderten Projekt eine neue Methode entwickelt, wie die Haftung der Diamantbeschichtung auf Hartmetallwerkzeugen verbessert werden kann, um einen deutlichen Gewinn bei den Standzeiten zu erzielen.
Bei dem für die Zerspanung dominierenden Werkstoff Hartmetall handelt es sich um einen Verbund aus dem sehr harten Wolframkarbid, der in einer metallischen Matrix gebunden wird und zumeist aus Cobalt besteht. Beim Beschichten mit Diamant beeinträchtigt jedoch letzteres die Adhäsion der Schicht auf dem Werkzeug. Bislang ist daher eine nasschemische Vorbehandlung üblich, um das Cobalt in einem oberflächennahen Bereich zu entfernen. Dieser Ansatz wirkt sich allerdings negativ auf die Bruchzähigkeit der Randzone aus. Insbesondere bei anisotropen Werkstoffen wie den kohlefaserverstärkten Kunststoffen führt dies zu dynamischen Belastungen und in Folge dessen zur Zerrüttung der Werkzeugoberfläche. Die Konsequenz ist ein frühzeitiger Ausfall, der sich durch ein Versagen der Schichthaftung äußert.

Dr. Manuel Mee entwickelte ein Verfahren, mit dem sich durch Verknüpfung unterschiedlicher ineinandergreifender Lösungsansätze die Problematik einer Destabilisierung der Werkzeugoberfläche gänzlich vermeiden lässt. Außerdem besteht die Möglichkeit das in dieser Weise hergestellte Werkzeug nach dem Verschleiß der Beschichtung wieder aufzubereiten. Dadurch sinkt der Materialbedarf. Das Verfahren wurde von Dr. Mee in seiner Dissertation beschrieben und hat dafür 2017 den Werkstoffmechanik-Preis der KSPG Automotive (inzwischen Rheinmetall Automotive) erhalten.

Ursprünglich wurde das Verfahren für Zerspanwerkzeuge entwickelt und kann mittlerweile auf diverse Werkzeuggruppen aus Hartmetall, insbesondere Stanz- und Umformwerkzeuge, übertragen werden. Damit ist die neue Methode für eine wesentlich größere Bandbreite einsetzbar. Die Werkstücke werden derzeit unter realen Bedingungen getestet.

Die Entwicklung wurde international patentrechtlich geschützt. Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH ist mit der weltweiten wirtschaftlichen Umsetzung dieser zukunftsweisenden Technologie beauftragt und bietet Unternehmen Möglichkeiten der Lizenzierung oder zum Kauf der Schutzrechte.
Für weitere Informationen: Innovationsmanager Dr. Frank Schlotter (schlotter@tlb.de)

Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH ist eine Agentur für Erfindungs- und Patentmanagement in Deutschland. TLB begleitet Erfindungen von Hochschulen, Unternehmen und Erfindern auf ihrem Weg von der ersten Idee bis zum wirtschaftlichen Produkt.

Kontakt
Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH
Annette Siller
Ettlinger Str. 25
76137 Karlsruhe
0721 79004-0
asiller@tlb.de
http://www.tlb.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

CeramOptec: Holger Bäuerle zum Vice Managing Director ernannt

Erfahrener Sales Manager behält gleichzeitig Vertriebsleitung

CeramOptec: Holger Bäuerle zum Vice Managing Director ernannt

Vice Managing Director/ Stellvertreter der Geschäftsführung Holger Bäuerle (Bildquelle: @ CeramOptec GmbH)

Bonn, 10.07.2018 – Die CeramOptec GmbH, einer der international führenden Spezialisten für Multimode-Lichtwellenleiter aus Quarzglas, erweitert ihre oberste Leitungsebene: Vice Managing Director und damit Stellvertreter der Geschäftsführer Dr. Roland Dreschau und Dr. Damian Plange ist seit dem 01. Juli 2018 Holger Bäuerle (51). Der erfahrene Sales Manager ist seit Februar 2015 für das Unternehmen tätig und fungierte bisher als CeramOptec Head of Industrial Sales. Zuvor war er langjähriger Vertriebsleiter eines mittelhessischen Spezialisten für LWL-Steckverbinder.

Parallel zu den Aufgaben eines stellvertretenden Geschäftsführers wird Bäuerle auch weiterhin die Vertriebsleitung des Bonner Glasfaserspezialisten innehaben. In dieser Funktion hat er in den vergangenen Jahren mit großem Erfolg das Geschäft im Bereich Glasfaserlösungen für industrielle und medizinische Laserapplikationen ausgebaut. In diesem Zusammenhang begleitete er unter anderem den Markteintritt von CeramOptec Schlüsselprodukten wie den laserstrahlformenden Optran© UV NCC-Fasern und den solarisationsfreien Optran© UV NSS-Fasern. Darüber hinaus forcierte er das Geschäft mit kundenindividuellen Faserlösungen.

„Dank seiner Expertise als Sales Manager und seiner umfassenden Branchenkenntnisse im Glasfaserbereich hat Holger Bäuerle unser Unternehmen in den letzten Jahren entscheidend vorangebracht und uns wiederholt neue Absatzmöglichkeiten erschlossen“, betont CeramOptec Geschäftsführer Dr. Roland Dreschau. „Wir sind froh, künftig auch auf oberster Leitungsebene auf sein Wissen und seine Erfahrung zählen zu können. Als Vertriebsleiter wird er zudem auch weiterhin zur optimalen Adressierung unserer Zielmärkte beitragen.“

Über CeramOptec
Die CeramOptec in Kooperation mit Ceram Optec SIA hat sich auf die Herstellung von Multimode-Lichtwellenleitern aus Quarzglas spezialisiert. Das mittelständische Unternehmen wurde 1988 gegründet und ist heute Tochter der biolitec AG, eines der weltweit führenden Medizintechnik-Unternehmen im Bereich Laseranwendungen. Mit Niederlassungen in China und den Distributionspartnern in USA, Indien, Japan und Korea ist CeramOptec nicht nur in Europa, sondern auch auf den asiatischen und nordamerikanischen Märkten stark vertreten. Das Angebot umfasst Fasern, Faserbündel, Assemblies und Kabel für zahlreiche Einsatzbereiche, darunter industrielle und medizinische Laserapplikationen, Sensorsysteme in Luft- und Raumfahrt sowie spektroskopische Anwendungen in Astronomie und chemischer Industrie. Eine Besonderheit ist die Herstellung von Glasfaserkernen mit vier- bis achteckiger Geometrie (Non Circular Core Fibers/NCC), die vor allem in der Astrophysik eingesetzt werden. Die biolitec group beschäftigt insgesamt 245 Mitarbeiter.

Firmenkontakt
CeramOptec GmbH
Holger Bäuerle
Brühler Straße 30
53119 Bonn
+49 (0) 228 / 97 967 – 12
+49 (0) 228 / 97 967 – 99
holger.baeuerle@ceramoptec.com
http://www.ceramoptec.de

Pressekontakt
fr financial relations gmbh
Jörn Gleisner
Louisenstraße 97
61348 Bad Homburg
+49 (0) 6172 / 27159 – 0
j.gleisner@financial-relations.de
http://www.financial-relations.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

Stabil und prozesssicher – auch bei schwierigen Bohranwendungen

Walter Wechselplattenbohrer D4140 mit neuem Spannuten-Design

Stabil und prozesssicher - auch bei schwierigen Bohranwendungen

Innovative Spannuten- bzw. Bohrkörper-Gestaltung – spezifische Wechselplatten-Sorten und -Geometrien (Bildquelle: @Walter AG)

Tübingen, 10. Juli 2018 – Mit dem D4140 baut die Walter AG ihr Bohrer-Programm weiter aus. Das Besondere des Wechselplattenbohrers: Neben einem gehärteten Körper besitzt der D4140 geschliffene und polierte Spanräume, wie sie sonst nur bei Vollhartmetallbohrern zu finden sind. Diese ermöglichen eine deutlich verbesserte Spanabfuhr – und damit höhere Prozesssicherheit und Bohrungsqualität. Zur höheren Standzeit des Bohrkörpers trägt auch der Kühlmittelaustritt direkt auf der Schneide bei. Der D4140 kann mit vier unterschiedlichen Sorten und Wechselplatten-Geometrien bestückt werden. Die Walter „Color Select“-Platten sind ausgelegt für die Bearbeitung einer bestimmten ISO-Werkstoffgruppe und anhand ihrer Farbe für den Anwender zudem einfach auswählbar.

Zu mehr Präzision und Prozesssicherheit trägt, so Walter, auch ein bereits bewährtes Plattensitz-Design bei: Ein 100°-Prisma zentriert die Wechselplatte jeweils optimal und macht sie so überaus einfach zu montieren. Als Anwendungsbereiche für den D4140 nennt Walter das Voll- und Paketbohren sowie schräge Ein- und Austritte bis ~5°. Bearbeitbar sind Bohrungen bis 10 x Dc (Inch-Werkzeuge jetzt auch: 3,5 und 7 x Dc) sowie für alle Materialien der ISO-Werkstoffgruppen P, M, K, N, S. Potenzielle Einsatzgebiete sind der Werkzeug- und Formenbau, die Energie- und Automobilindustrie sowie der Allgemeine Maschinenbau.

Hier finden Sie weitere Infos auf Video:
Deutsch: https://www.youtube.com/watch?v=69FI9tiRKvk
Englisch: https://www.youtube.com/watch?v=EfoRHk_Eq4E

Bildmaterial:
Druckfähiges Bildmaterial (siehe oben) erhalten Sie unter folgendem Link:
https://mediabase.walter-tools.com/Go/QRkEingZ

Das Unternehmen
Die Walter AG, gegründet 1919, zählt zu den weltweit führenden Unternehmen in der Metallbearbeitung. Der Zerspanungsspezialist bietet ein umfassendes Spektrum an Präzisionswerkzeugen zum Fräsen, Drehen, Bohren und Gewinden. Gemeinsam mit seinen Kunden entwickelt Walter maßgeschneiderte Lösungen für die Komplettbearbeitung von Bauteilen in den Branchen Allgemeiner Maschinenbau, Luft- und Raumfahrt, Automobil- und Energieindustrie. Die Engineering Kompetenz des Unternehmens umfasst dabei den gesamten Zerspanungsprozess. Als innovativer Partner für hocheffiziente, digitalisierte Prozesslösungen gehört Walter branchenweit zu den Vorreitern der Industrie 4.0. Die Walter AG beschäftigt mehr als 3.500 Mitarbeiter und betreut mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Vertriebspartnern Kunden in über 80 Ländern der Welt.

Firmenkontakt
Walter AG
Andrea Kimmerle
Derendinger Str. 53
72072 Tübingen
+49-7071-701-932
andrea.kimmerle@walter-tools.com
http://www.walter-tools.com

Pressekontakt
Panama PR GmbH
Birgit Werz
Gerokstraße 4
70188 Stuttgart
0711 664759721
b.werz@panama-pr.de
http://www.panama-pr.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

CONNECT ready für die „Smart City“

Elektronische Schließsysteme und digitale Schnittstellen eröffnen Kommunen sowie Abfall- und Wohnungswirtschaft neue Perspektiven für Entsorgung und Citylogistik

CONNECT ready für die "Smart City"

Mit Connect ready macht die Paul Wolff GmbH Depot- und Schutzschränke fit für die digitale Zukunft.

Wie die Zukunft von Abfallsammelbehältern sowie Depot- und Schutzschränken aussieht, zeigt die Paul Wolff GmbH bereits heute. Das Unternehmen demonstrierte im Rahmen des „Smart City Forums Niederrhein in Mönchengladbach kürzlich die Systeme von morgen. Die Zukunft auch in diesem Bereich wird digital und vernetzt sein, denn bei der Paul Wolff GmbH sind Depot- und Containerschränke bereits heute „Connect ready“.
Auf Wunsch von Kunden – beispielsweise Kommunen oder Unternehmen der Wohnungswirtschaft –
Können sie mit Schließ- und Erfassungssystemen und digitalen Schnittstellen unterschiedlicher Hersteller ausgestattet werden.

Offen für vielfältige Lösungen
Die Kooperation von Paul Wolff mit Systempartnern für vielfältige Schließ- und Erfassungssysteme eröffnet Kunden die Chance, sich für ein maßgeschneidertes System zu entscheiden, das ihre digitale Strategie am besten ergänzt. Als Schlüssel dient jeweils ein elektronisches Identifikationsmedium. Die Aktivierung des Schlosses kann je nach System über Mobilfunk oder Bluetooth erfolgen. Konfiguration und Verwaltung der Zugangsrechte funktionieren sicher über Apps und herstellereigene Programme.

Auf dem Informationsstand der Paul Wolff GmbH im WESTEND.MG demonstrieren Experten auf User Interfaces die Funktionsweise und Besonderheiten der unterschiedlichen digitalen Lösungen. „Die Vorteile liegen auf der Hand“, betonte Dr. Hanns Menzel, Geschäftsführender Gesellschafter der Paul Wolff GmbH. „Mit einem breiten Spektrum an Lösungen lassen sich auch komplexe Zugangsrechte digital verwalten und der jeweiligen Nutzersituation vor Ort perfekt anpassen.“

Vernetzung ist die Zukunft
Gerade Kommunen wie Mönchengladbach eröffnet die Digitalisierung und die Vernetzung zukünftiger Abfallsysteme vielfältige Möglichkeiten. Dank vernetzter digitaler Schließsysteme können beispielsweise Anzahl und Art der Nutzungen von Abfallsammelsystemen ausgewertet werden. Möglich wird so die gerechtere Abrechnung von Gebühren, die indirekt zur Müllvermeidung beiträgt. Auch ist eine Optimierung der Logistik und mit einer bedarfs-orientierten Tourenplanung denkbar.

Ideale Ehe: Depotschränke und digitale Technologie
„Indem wir unsere Abfallsysteme kundengerecht mit unterschiedlichen Schlüsseltechnologien austauschen können, wollen wir unseren Kunden zukunftssichere Entscheidungen ermöglichen“, sagte Dr. Hanns Menzel. „Denn gerade Kombinationen bewährter Depot- und Containerschränke mit digitalen Zugangsberechtigungen sind der Markt der Zukunft.“

Überzeugende Gestaltungsmöglichkeiten
Auf dem „Smart City Forum Niederrhein“ zeigte die Paul Wolff GmbH den Containerschrank Avantgarde 1100 mit einer Doppelkammermüllschleuse für 10 bzw. 20 Liter Volumen. Der Korpus, ein Betonwerkstein, kann in 27 unterschiedlichen Sichtflächen ausgeführt werden – glatt, feingestockt oder gewaschen. Er ist ebenso langlebig wie vielfältig; der Werkstoff kann so gestaltet werden, dass er sich optimal den jeweiligen architektonischen Umgebungen anpasst. Der Architekturbeton weist einen natursteinartigen Charakter auf. Zusätzliche Verkleidungen, die kostenintensiv und beschädigungsanfällig sind, erübrigen sich dank der vielfältigen Ausgestaltungsmöglichkeiten des Sichtbetons. Die Haube wird aus verzinktem und pulverbeschichtetem Stahl gefertigt.

Neue Chancen für die Citylogistik mit „Connect ready“
Zusätzlich stellte die Paul Wolff GmbH einen Depotschrank Avantgarde 242 vor, der gleichfalls „Connect ready“ ist und über digitale Schließsysteme über eine Mobilfunkanbindung verfügt. Depot- und Schutzschränke des Unternehmens dienen vielfältigen Zwecken: Als sicherer Aufbewahrungsort, beispielsweise für Fahrräder, Rollatoren, Kinderwagen oder Arbeitsgerät, ermöglichen sie den unkomplizierten Zugriff auf Gebrauchsgegenstände aller Art. Längs aber haben sie sich neue Aufgabengebiete erschlossen, etwa als Mikrodepot in der Citylogistik. Dank digitaler Schließtechnologien und Vernetzung werden sie zukünftig auch im Onlinehandel eine wichtige Rolle spielen und vielen Menschen das Leben erleichtern: Sie ermöglichen die Zustellung oder Abholung wertvoller Güter, ohne dass der Online-Nutzer anwesend sein muss. Avantgarde 242 Depot verfügt über vier 260 Liter-Aufbewahrungsfächern für Pakete sowie einer Stromversorgung über ein Solarpanel.

Digitale Plattform mit Paketin
Ausgestattet ist das auf dem „Smart City Forum Niederrhein“ ausgestellte Modell mit einer digitalen Schließtechnologie der in Jena ansässigen Firma Paketin GmbH. Dieses System garantiert höchste Sicherheit bei Zugang und Dokumentation von Einlagerungs- und Entnahmevorgängen, wie sie bei Kurier- und Lieferdiensten Standard sind. Geöffnet werden können die Depotschränke von Paul Wolff ausschließlich über speziell freigeschaltete und berechtigte Mobilfunknummern mit Sicherheits-verschlüsselung. Die Öffnung von Depotschränken, die mit der Paketin-Plattform vernetzt sind, erfolgt über eine App, die für die Betriebssysteme iOS und Android verfügbar ist.

Erstes Mikrodepot erfolgreich erprobt
In München wird bereits seit über einem Jahr das erste Mikrodepot von Paul Wolff im Einsatz. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und Lieferdiensten hat die Paul Wolff GmbH dort einen Depotschrank Avantgarde 242 Depot aufgestellt, der mit der Paketin-Plattform vernetzt ist. Er bildet einen physischen Stützpunkt für die Warenübergabe zwischen Kurieren, die mit Lastenrädern Wertsendungen und Pakete ausliefern und hat sich bereits bestens bewährt.

Seit über 60 Jahren ist Paul Wolff ein gefragter Entwicklungs- und Produktionspartner der Immobilien- und Abfallwirtschaft sowie von Kommunen und Friedhofsbetreibern. Mit 145 Mitarbeitern stellt das Unternehmen an den Standorten Mönchengladbach und Ditzingen innovative Abfallsammelsysteme, Schutz- und Depotschränke sowie Friedhofssysteme her.

Firmenkontakt
Paul Wolff GmbH
Frank Mayer
Monschauer Straße 22
41068 Mönchengladbach
+49 21 61 9 30-3
+49 21 61 9 30-599
info@paul-wolff.com
http://www.paul-wolff.com

Pressekontakt
Relations & Co
Michael Obst
Kaiserstrasse 157
41061 Mönchengladbach
+49 21 61 270 20 10
Michael.Obst@relations-co.de
http://www.relations-co.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

Dieselkraftstoff und Heizöl

Natürliche Alterungsprozesse verlangsamen

Dieselkraftstoff und Heizöl

Ablagerungen in Heizölpumpe nach rund 400 Stunden Betriebszeit mit Bioheizöl (Heizöl mit 10 % FAME).

Dieselkraftstoff und Heizöl, die chemisch betrachtet zur Gruppe der Mitteldestillate zählen, unterliegen im Laufe der Lagerung einer natürlichen Alterung. Durch die Beimischung von alternativen und biogenen flüssigen Kraftstoffen zu mineralölstämmigen Mitteldestillaten können sich die Alterungsprozesse verstärken. Zum Beispiel begünstigt Fettsäuremethylester aus regenerativen Rohstoffen die verstärkte Bildung von Sedimenten und Säuren sowie die Oxidation. Die Ursachen der Sedimentbildung konnten bisher nicht vollständig aufgeschlüsselt werden. Werden Kraftstoffe aus unterschiedlichen fossilen und alternativen Rohstoffquellen hergestellt, kommt es zu Mischungseffekten, welche bisher nicht ausreichend untersucht wurden. Zudem können Wechselwirkungen zwischen Kraftstoffen und neuen Werkstoffen sowie konstruktive Veränderungen von Bauteilen in Heizgeräten und Motoren zusätzliche Herausforderungen schaffen, wie das Verblocken von Düsen, Pumpen, Filtern, Injektoren und Vorwärmer.

Die OWI Oel-Waerme-Institut gGmbH und das ITMC Institut für Technische und Makromolekulare Chemie der RWTH Aachen untersuchen daher die Mechanismen der Sedimentbildung anhand von Bioheizölen nach DIN SPEC 51603-6. Das Forschungsprojekt soll aufdecken, unter welchen Rahmenbedingungen solche betriebsstörenden Sedimente entstehen, und welche Stoffgruppen an ihrer Bildung beteiligt sind. Aus diesem Wissen lassen sich neue Methoden für die Herstellung und Analyse von Heizölen erarbeiten und neue Additivprodukte ableiten. Die Untersuchungsergebnisse sind auf Dieselkraftstoffe übertragbar, da in den jeweiligen Anwendungen brennstoffseitig sehr ähnliche Herausforderungen auftreten. Von besonderer Relevanz sind die Ergebnisse für die Mineralöl-, Biokraftstoff-, Rohstoff- und Additivindustrie bis hin zu den Firmen, die Mitteldestillate in ihren Anwendungen benutzen (Automobilindustrie, Bauteilhersteller, Analysenlabore).

Das IGF-Vorhaben 18951 N der Forschungsvereinigung Deutsche Wissenschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. – DGMK, Überseering 40, 22297 Hamburg wurde über die AiF im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Weitere Informationen finden Interessierte im Internet unter www.owi-aachen.de

Das OWI ist eine unabhängige und gemeinnützige Forschungseinrichtung. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Forschung forscht und entwickelt das OWI Konzepte und Technologien auf den Gebieten der energieeffizienten Nutzung flüssiger konventioneller und alternativer Brenn- und Kraftstoffe sowie innovativer Effizienztechnologien. Das Ziel sind technisch ausgereifte, treibhausgas- und emissionsarme Lösungen für die Wärmeerzeugung und Mobilität von Morgen. Das OWI ist ein An-Institut der RWTH Aachen und versteht sich als Mittler zwischen Grundlagenforschung und Anwendung. Im Rahmen des Technologietransfers bearbeitet das OWI sowohl aus öffentlichen Fördermitteln finanzierte Projekte als auch industrielle Forschungsaufträge. Zu den Kunden gehören beispielsweise Hersteller von Haushaltsheizungen, Unternehmen der Automobilzulieferindustrie, der Mineralölwirtschaft und der Thermoprozesstechnik.

Kontakt
Oel-Waerme-Institut gGmbH (OWI)
Michael Ehring
Kaiserstrasse 100
52134 Herzogenrath
49 (0)2407 / 9518 – 138
m.ehring@owi-aachen.de
https://www.owi-aachen.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

SINN Power erreicht Durchbruch in Erzeugung von Strom durch Meereswellen

SINN Power erreicht Durchbruch in Erzeugung von Strom durch Meereswellen

Das SINN Power Team mit Unterstützern und Partner

In einer offiziellen Einweihungsfeier mit 70 internationalen Gästen, wurde die von der Deutschen Bundesregierung geförderte zweite Generation der patentierten SINN Power Wellenenergie-Technologie erfolg-reich in Heraklion, Griechenland in Betrieb genommen.

SINN Power ist mit der neuen Generation der Wellenmodule nun eines der ersten Unternehmen, dem es gelungen ist geregelten und stabilisierten Strom aus der Kraft der Meere zu generieren.

In Rekordzeit konnte das Team rund um CEO Dr.-Ing. Philipp Sinn, die Erkenntnisse aus dem ersten Prototypen in die Entwicklung der zweiten Modulgeneration umsetzen.

Diesen Durchbruch in der Erzeugung von Strom aus Meereswellen, nahmen Partner und Unter-stützer von SINN Power zum Anlass, um ge-meinsam die Inbetriebnahme von zwei Prototy-pen dieser neuen Generation zu zelebrieren.

Mit agiler Entwicklung und einem neuen, simplen Konzept, erreichte SINN Power den Vorseri-enstatus mit einem finanziellen Aufwand von we-niger als 3 Mio. EUR in Rekordzeit – im Vergleich zur Konkurrenz, die seit mehr als 19 Jahren und In-vestitionen von je über 117 Mio. EUR erfolglos ver-suchte, einen vergleichbaren technischen Stand zu erreichen.

Mehr als zwei Jahre Entwicklungszeit für mecha-nische Komponenten und elektrische Verbindun-gen haben sich gelohnt. Die zweite Generation der Module funktioniert und produziert geregelten und verwertbaren Strom, welcher in das eigene Off-Grid System eingespeist wird – ein Meilen-stein und Durchbruch für SINN Power zugleich.

Mit der erfolgreichen Implementierung von Wel-lenenergie, ermöglicht SINN Power nun eine Lö-sung für eine dauerhafte Einspeisung und Strom-versorgung für Mini bzw. Off-Grid Systeme.
Ohne der Unterstützung von Investoren, den akademischen Institutionen und der guten Deutsch- Griechischen Kooperation, wäre dieser Durchbruch nicht möglich gewesen.

Dr.-Ing. Philipp Sinn, Gründer und CEO von SINN Power lobte vor allem die großartige Leis-tung des Teams: „Ein großes Dankeschön an das ganze Team für die konsequent professionelle und harte Arbeit! Was wir in den letzten Jahren auf die Beine stellen konnten, schaffen andere Firmen, wenn überhaupt, nur mit erheblich mehr Mitarbeitern und Budget.“

Durch eine Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und einer neuen Investition des Schweizer Kapital Global Impact Funds wird ermöglicht, dass das Projekt in Heraklion durch drei weitere Module ergänzt wird. Somit können Daten von verschiedene Pro-totypen gesammelt und unter verschiedenen Meeresbedingungen getestet werden.

Die Planungen für ein schwimmendes Kraftwerk, welches in den Jahren 2019/2020 entsteht, laufen bereits auf Hochtouren. Diese schwimmenden Wellenkraftwerke werden SINN Power und der Wellenenergie den Weg ebnen, um zukünftig einen wesentlichen Anteil am Portfolio der erneu-erbaren Energien beizusteuern. So ist es das langfristige Ziel, beispielsweise die ungenutzten Flächen innerhalb großer Offshore-Windparks zu nutzen, um in das öffentliche Stromnetz einzu-speisen.

Neben der langfristig ausgelegten Entwicklung der schwimmenden Wellenkraftwerke, ist SINN Power bereits heute im Kundenauftrag in der Umsetzung von Smart-Off-Grid-Systemen enga-giert, um komplexe Hybridprojekte auszulegen und umzusetzen. Zu der erworbenen Kernkom-petenz gehören neben der Wellenenergie auch Kleinwind, Solar PV und Speicherlösungen.

SINN Power entwickelt ein Wellenkraftwerk, das Menschen an allen Küsten der Welt günstig, zuverlässig und einfach mit erneuerbarem Strom aus Meereswellen versorgt – von Mini-Grid-Anwendungen bis hin zur Einspeisung in öffentliche Stromnetze.

Kontakt
SINN Power GmbH
Carla Knappik
Germeringer Str 9
82131 Gauting
+498992566192
carla.knappik@sinnpower.com
http://www.sinnpower.com

Wissenschaft, Forschung und Technik

Asahi Kasei Medical: Neue Strategien für die Blutreinigung

Asahi Kasei Medical: Neue Strategien für die Blutreinigung

Asahi Kasei Medical Rheofilter (Bildquelle: @Asahi Kasei)

Düsseldorf, 5. Juli 2018 – Asahi Kasei Medical, ein führender Hersteller von Produkten für die Hämodialyse und therapeutische Apheresebehandlung, hat am 26. Mai vor 500 Teilnehmern das erste Apherese Meeting Industry Symposium im Rahmen des Industrie-Symposiums des 55. ERA-EDTA Kongresses in Kopenhagen veranstaltet.

Die therapeutische Apherese wird zur Behandlung einer Vielzahl von hartnäckigen Krankheiten wie Autoimmunerkrankungen, rheumatoide Arthritis, periphere Arterienerkrankungen oder Lipidstörungen eingesetzt. Als Pionier in der Hohlfasertrenntechnologie bietet Asahi Kasei Medical therapeutische Aphereseprodukte an, die durch Membrantrennung und selektive Adsorptionstechnologie die Behandlung vieler medikativ nicht behandelbarer Krankheiten ermöglichen. Die therapeutische Apherese wird zunehmend in der Präventivmedizin eingesetzt.

Die bei der Hohlfasertrenntechnologie eingesetzte Membran lässt nur Plasma und Proteine passieren. Zelluläre Bestandteile wie Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten werden durch die feinen Poren der speziellen Hohlfasermemembran herausgefiltert. Plasma und pathogene (krankmachende) Substanzen können entfernt werden, das Plasma kann gereinigt und dem Patienten wieder zugeführt werden.

Professor Antonio Santoro (Bologna, Italien) leitete während des Apherese-Treffens drei Fachkonferenzen zur therapeutischen Apherese, die von Professor Lionel Rostaing (Grenoble, Frankreich), Dr. Alfonso Ramunni (Bari, Italien) und Professor Christoph Wanner (Universität Würzburg, Deutschland) gehalten wurden.

Die erste Fachkonferenz von Professor Christoph Wanner mit dem Titel „Lipid Apheresis and PCSK9-Antibodies: Complementary or Competitive?“ (Lipid-Apherese und PCSK9-Antikörper: komplementär oder kompetitiv) erläuterte, wie hohe Plasma-Lipoprotein(a)-Werte mit dem Risiko eines Myokardinfarkts in der Allgemeinbevölkerung zusammenhängen und welche präventive Wirkung die Apheresebehandlung durch die Entfernung von Lipoprotein(a) aus dem Blut des Patienten ausübt.

Die zweite Fachkonferenz, „Rheopheresis in Peripheral Artery Disease“ (Rheopherese in der peripheren Arterienerkrankung) von Dr. Alfonso Ramunni, konzentrierte sich auf die Entfernung von Fibrinogen aus dem Plasma des Patienten und seine Auswirkungen auf periphere Gefäßerkrankungen wie ischämischer diabetischer Fuß, kritische Gliedmaßenischämie, plötzlicher Hörverlust oder altersbedingte Makuladegeneration.

Die dritte und letzte Fachkonferenz von Professor Lionel Rostaing, „Desensitization in ABO0 incompatible kidney transplant candidates in order to achieve long term outcome“ (Desensibilisierung bei ABO- inkompatiblen Nierentransplantatkandidaten zur Erzielung von langfristigen Ergebnissen), erläuterte die Wirksamkeit der Apheresebehandlung mit Transplantatüberleben bei ABO- inkompatiblen Patienten.

ERA-EDTA (European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association), gegründet 1963, zielt auf die Förderung der wissenschaftlichen und klinischen Arbeit in den Bereichen Nephrologie, Dialyse, Nierentransplantation, Bluthochdruck und verwandten Krankheiten mit einem starken Fokus auf die Verbesserung der Gesundheit der Patienten. Er zählt 7.253 Mitglieder.

Der ERA-EDTA-Kongress ist die jährliche internationale wissenschaftliche Veranstaltung, an der etwa siebentausend Ärzte und Fachbesucher aus Europa und der ganzen Welt teilnehmen. Der diesjährige Kongress fand vom 24. bis 27. Mai 2018 in Kopenhagen statt.

Asahi Kasei Medical
Asahi Kasei Medical ist einer der weltweit führenden Hersteller von Produkten für die Hämodialyse und therapeutische Apheresebehandlung. Das Unternehmen wurde 1974 als Teil der Asahi Kasei Gruppe gegründet, die weltweit 35.000 Mitarbeiter beschäftigt. Asahi Kasei Medical begann seine Tätigkeit mit der Herstellung und dem Verkauf von einzigartigen, weltweit führenden Dialysatoren. 1981 entwickelte und verkaufte das Unternehmen Filter für die therapeutische Apherese und erweiterte Behandlungsmöglichkeiten, um zur Lebensqualität der Patienten beizutragen. Asahi Kasei Medical hat sein Netzwerk weltweit durch Niederlassungen in Europa, Asien und Amerika erweitert und beschäftigt heute weltweit rund 2.200 Mitarbeiter.

Zur Asahi Kasei Corporation
Die Asahi Kasei Corporation ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit den drei Geschäftsbereichen Material, Homes und Health Care. Der Geschäftsbereich Material umfasst Fasern & Textilien, Petrochemikalien, Hochleistungspolymere, Hochleistungswerkstoffe, Verbrauchsgüter, Batterieseparatoren und Elektronikgeräte. Der Geschäftsbereich Homes bietet auf dem japanischen Markt Baustoffe bis hin zu fertigen Häusern an. Zum Bereich Health Care gehören Pharmazeutika, Medizintechnik sowie Geräte und Systeme für die Akut- und Intensivmedizin. Mit etwa 34.000 Beschäftigten in aller Welt betreut die Asahi Kasei Gruppe Kunden in mehr als 100 Ländern.

„Creating for Tomorrow“. Mit diesem Slogan verweist die Asahi Kasei Gruppe auf die gemeinsame Mission all ihrer Unternehmen, mit nachhaltigen Produkten und Technologien Menschen in aller Welt zu einem besseren Leben und Wohnen zu verhelfen. Weitere Informationen finden Sie unter
www.asahi-kasei.co.jp/asahi/en/
www.asahi-kasei.eu/

Die Asahi Kasei Corporation ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern mit den drei Geschäftsbereichen Material, Homes und Health Care.
Mit mehr als 30.000 Beschäftigten in aller Welt betreut die Asahi Kasei Gruppe Kunden in mehr als 100 Ländern. Mit „Creating for Tomorrow“ verweist die Asahi Kasei Gruppe auf die gemeinsame Mission all ihrer Unternehmen, mit nachhaltigen Produkten und Technologien Menschen in aller Welt zu einem besseren Leben und Wohnen zu verhelfen.

Firmenkontakt
Asahi Kasei Europe GmbH
Sebastian Schmidt
Am Seestern 4
40547 Düsseldorf
+49 (0)211 280 68 139
Sebastian.Schmidt@asahi-kasei.eu
https://www.asahi-kasei.eu/

Pressekontakt
financial relations GmbH
Henning Küll
Louisenstraße 97
61348 Bad Homburg
+49 (0) 6172 27159 12
h.kuell@financial-relations.de
http://www.financial-relations.de

Wissenschaft, Forschung und Technik

Männliche Sexualität schuld an Unterdrückung der Frau

Männliche Sexualität funktioniert offenbar nur, wenn sich die Frau unterwirft. Weltweit vererbtes Verhaltensphänomen.

Männliche Sexualität schuld an Unterdrückung der Frau

Zum Thema gibt es eine Neuerscheinung

Ein universales Verhaltensphänomen mit der Bezeichnung „vererbte Dominanz- und Unterwerfungssexualität“ ist offenbar der Grund dafür, weshalb Frauen weltweit unterdrückt werden.
Auf diesen Zusammenhang weist Markus Hauser vom Institut für Verhaltensforschung und Ethikbildung IVEB in Stuttgart hin. Bereits aus Tierversuchen sei bekannt, dass es bei den meisten Wirbeltieren erst dann zu einer erfolgreichen Verpaarung kommt, wenn es spezifisch dem Männchen gelingt, über das Weibchen zu dominieren, erklärt der Kybernetiker, der seit 2007 an verhaltenskybernetischen Modellen von Organismen forscht. Verhält es sich anders herum, wird männliche Sexualität tendenziell unterdrückt. Dieser Sachverhalt spiele auch in zwischenmenschlichen Paarbeziehungen eine Rolle.

Dominanz und Unterwerfung
Das Dominieren des Mannes über die Frau könne im Grunde auf zwei Arten geschehen, erklärt Hauser: Entweder über eine Art freiwillige Unterwerfung der Frau – etwa über ihre Liebe, wodurch der Mann automatisch in eine dominierende Position gerät – oder aber über repressive Dominanz des Mannes gegenüber der Frau, etwa durch das Herstellen und Ausnützen von Abhängigkeiten, über Bedrohung, Unterdrückung oder auch über sexuelle Gewalt. Dabei spiele Angst häufig eine entscheidende Rolle, da es über Angst zu autonomen Unterwerfungsreaktionen komme.

Unbewusstes Verhalten
Aufgrund dieses archaischen Verhaltensmusters, das immer noch weiter vererbt wird, sei weibliche Unterwerfung für das Funktionieren der männlichen Sexualität wichtig, erklärt der Wissenschaftler. Die subtil ablaufenden Verhaltensmechanismen der Dominanz- und Unterwerfungssexualität lassen Männer unbewusst dahingehend „verhalten“, in relevanten Situationen dominierende Positionen erreichen und diese erhalten zu wollen, insbesondere in Interaktionen mit Frauen. Unbewusst sei das Verhalten der Männer stets darauf ausgerichtet, solche Abhängigkeiten und Situationen herzustellen, die zu einem mehr oder weniger freiwilligen Unterwerfungsverhalten der Frau führen. Männern falle es daher auch schwer, Macht abzugeben, weil ihnen damit ein wichtiges Unterwerfungsinstrument verlorengehe, das ihre Sexualität ermögliche.

Gesellschaftspolitische Brisanz
Im Hinblick auf gesellschaftspolitische Gleichstellungsbemühungen zwischen den Geschlechtern sind diese Erkenntnisse allerdings von allerhöchster Brisanz, erklärt der Forscher, der dieses Phänomen in seinem Buch „Die 4 Konstellationen der Liebe. Warum es nicht egal ist, wer wen liebt“ beschreibt. Im Grunde laufen sie den Gleichstellungsbestrebungen zuwider. Andererseits läge die Lösung des Genderproblems auch nicht darin, die Erkenntnisse unter den Teppich zu kehren. Viel hilfreicher sei es hingegen, auf diese geschlechtsspezifischen Verhaltensunterschiede hinzuweisen und sie für ein besseres gegenseitiges Verständnis der Geschlechter zu nutzen. Dies sei wichtig, wenn Beziehungen gelingen sollen, so sein Fazit.

Das IVEB ist ein netzwerkbasiertes unabhängig arbeitendes Forschungsinstitut in der künftigen Rechtsform einer Stiftung. Es betreibt in einem Netzwerk interessierter Wissenschaftler interdisziplinäre Forschung und Wissenschaft in den Disziplinen Verhaltensbiologie, Humanethologie, Neurobiologie, Sozialpsychologie und Verhaltenskybernetik.
Gründungsjahr 2013

Kontakt
IVEB
Markus Hauser
Sindelfinger Str. 11
70771 Leinfelden-Echt.
+49(0)163 640 4993
iveb@web.de
http://iveb.eu